SV Bornreihe - SG Aumund-Vegesack 4:1

Spielfreudige „Moorteufel“ und ein bärenstarker Klimmek

Der SV Bornreihe hat insbesondere in der ersten Halbzeit im Fußball-Testspiel gegen den Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack eine ansprechende Leistung gezeigt Am Ende siegten die „Moorteufel“ mit 4:1.
23.08.2020, 20:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Timo Flathmann
Spielfreudige „Moorteufel“ und ein bärenstarker Klimmek

Oftmals einen Tick früher am Ball: Die blau-weißen "Moorteufel" um Spielmacher Michel Klimmek (hier im Duell mit SAV-Akteur Enes Ömer Sarikaya).

Tobias Dohr

Bornreihe. Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat am Sonntagvormittag insbesondere in der ersten Halbzeit im Fußball-Testspiel gegen den Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack eine recht ansprechende Leistung gezeigt und gewann am Ende leistungsgerecht mit 4:1 (3:0) auf heimischem Geläuf.

Als „Man of the Match“ kristallisierte sich dabei Michel Klimmek heraus, der als hängende Spitze eine nahezu überragende Leistung zeigte, worüber sich Bornreihe-Coach Nils Gresens überaus freute: „Wenn er so spielt, ist er für jede Mannschaft eine Bereicherung“, sagte der Spielertrainer der „Moorteufel“, der am Sonntag allerdings nicht selbst auflief. Immer wieder konnte Klimmek die gefährlichen Räume, sowohl als Passgeber als auch als Ballempfänger, finden und war in den direkten Duellen kaum vom Ball zu trennen.

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Nachdem Aumund-Vegesack in den ersten fünf Minuten eigentlich vernünftig im Spiel war, mündete gleich die erste Torchance der Hausherren in der Führung: Pascal Kranz erhielt einen perfekt getimten Pass und schloss wuchtig ab (5.). SAV-Keeper Jan Niklas Dähne war zwar noch am Ball, dieser ging dennoch über die Linie.

Das 2:0 der „Moorteufel“ war ebenso sehenswert herausgespielt. Zunächst schickte Kranz Rechtsverteidiger Meikel Klee auf die Reise, der den Ball in die Mitte zu Klimmek legte. Klimmek blieb im Kampf um den Ball stabil, behielt anschließend die Übersicht und bediente Kranz, der zum 2:0 vollendete (9.). Nicht nur durch die beiden Tore war Bornreihe richtig gut in der Partie: Die Heimmannschaft zeigte sich offensiv sehr variabel, ließ immer wieder die Bälle klatschen, um dann in die Tiefe zu kommen. Viele Laufwege hatten bereits Hand und Fuß und brachten das Auswärtsteam, das in der ersten Halbzeit gerade einmal zwei in die Mauer geschossene Freistöße sowie eine vergebene Chance von Alexander Ifebuzor zustande brachte, regelmäßig in Verlegenheit.

Mittelstürmer Patrick Klee sorgte nach 34 Minuten nach einer Ecke im Nachsetzen für das 3:0, musste kurz darauf aber angeschlagen gegen Hendrik Lütjen ausgewechselt werden. Angesichts der komfortablen Führung sprach Gresens von einer „sehr positiven“ ersten Halbzeit, in der man auch defensiv zufriedenstellend gearbeitet habe: „Wir haben auch immer wieder gut darauf geachtet, dass wir den Gegner vernünftig zustellen“, so Gresens.

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In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie ein wenig. Die SAV hatte sich etwas besser auf die Hausherren eingestellt, Bornreihe hatte auf mehreren Positionen getauscht. So fand sich Offensivmann Jascha Stern auf der Linksverteidigerposition wieder, und heimste für diese Aufgabe ein Lob seines Trainers ein: „Jascha hat es sehr solide und vernünftig gespielt“, so Gresens, der die Flexibilität seiner Spieler durch solche Umstellungen fordern und fördern möchte, um auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können.

In den Fokus rückte dagegen immer mehr die Leistung des Unparteiischen, Chris Barnick. In der ersten Halbzeit hatte Barnick die Partie noch recht souverän geleitet, in der zweiten Hälfte verlor der Schiedsrichter jedoch zunehmend die Linie, obwohl das Spiel stets fair blieb. Die Folge waren einige Wortgefechte zwischen Spielern und Unparteiischen, die in der einen oder anderen Gelben Karte mündeten. Diese Wortgefechte waren dann auch das Haar in der Suppe, das Gresens ausmachte: „Wenn man das Erzählen anfängt, fehlen einem immer zehn Prozent“, so der Bornreiher Coach.

Ein weiterer kleiner Wermutstropfen war der Vegesacker Treffer zum 3:1, als der ansonsten sehr aufmerksame Schlussmann Ole Pasbrig im Bornreiher Kasten einen hohen Ball unterlief, sodass Luca Maximilian Seidel nur noch ins leere Tor einschieben musste (82.). Der eingewechselte Philip Bähr sorgte jedoch für den alten Abstand und traf nach einem Freistoß mit der Pike platziert ins rechte Eck (86.).

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