Fußball-Landesliga Lüneburg Leidensphase des SV Bornreihe hält weiter an

Der SV Bornreihe kann sich einfach nicht aus der Abwärtsspirale befreien: Beim SV Eintracht Lüneburg setzte es die neunte Niederlage im zehnten Spiel.
14.10.2019, 12:15
Lesedauer: 2 Min
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Von JAN-HENRIK GANTZKOW

Bornreihe. Die Leidensphase des SV Blau-Weiß Bornreihe in der Landesliga Lüneburg hält weiter an: Im wegweisenden Auswärtsspiel beim SV Eintracht Lüneburg kassierten die „Moorteufel“ eine 2:3 (1:0)-Niederlage – einmal mehr reichte eine Führung dabei nicht zu einem Erfolg. Dementsprechend bedrückt war die Stimmung im Anschluss beim Tabellenletzten.

„Der Frust ist bei allen groß. Letztlich haben wir aber den Abstiegskampf einfach nicht angenommen. Da muss sich in den nächsten Spielen endlich etwas ändern“, erklärte ein enttäuschter SVB-Trainer Michael Rickers nach Abpfiff. Wobei zumindest der Wille den Gästen beim Auftritt in Lüneburg nicht abgesprochen werden konnte. Allerdings war beiden Teams anzumerken, dass in diesem Duell viel auf dem Spiel stand, von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfe Partie ohne viele Highlights. Zwar kombinierten sich die Bornreiher mehrmals bis zur Grundlinie durch, der letzte Pass kam allerdings zu oft nicht an.

Auch den Hausherren fehlten die spielerischen Mittel, einzig bei Kontern zeigten sie sich gefährlich. So tauchten sie kurz vor der Pause frei vor Ole Pasbrig auf, der Abschluss ging jedoch am Gehäuse vorbei. Als dann alle Beteiligten schon mit einem torlosen Remis zur Halbzeit rechneten, schlug die Rickers-Elf doch noch zu. Über Umwege landete der Ball bei Torben Poppe, Bornreihes Sturmtank behielt die Übersicht und traf mit einem cleveren Heber zur wichtigen Führung (44.).

Doch wie schon häufig in dieser Spielzeit gaben die Blau-Weißen einen Vorsprung fahrlässig aus den Händen. Sie erlaubten den Hausherren durch etliche Fouls zu viele Standardsituationen, Simon Küstner musste wegen eines drohenden Platzverweises frühzeitig ausgewechselt werden (57.). Kurz danach rückte die Gästedefensive im Anschluss an eine Lüneburger Ecke nicht konsequent raus – ein abgefälschter Schuss landete vor den Füßen von Pangiotis Kafetzakis, der nur noch einschieben musste (61.). In der Folge wogte das zweikampfgeprägte Spiel hin und her, erneut war es dann eine Standardsituation, die den Hausherren in die Karten spielte.

Ein Eckball konnte nicht entscheidend geklärt werden, wieder war Kafetzakis der Nutznießer (78.). „Wir machen die Tore nicht und kassieren auf der anderen Seite solche Eier“, ärgerte sich auch Rickers über die überflüssigen Gegentreffer. Als Raphael Thinius nur zwei Minuten später einen Konter eiskalt zum 3:1 abschloss, war die Partie praktisch entschieden. Zwar ließen sich die Bornreiher in der Schlussphase nicht hängen, die große Aufholjagd blieb allerdings aus. Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit war Steffen Dietrich mit einem Schlenzer erfolgreich, dieses 2:3 kam allerdings zu spät.

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Zur Sache

Morkan nicht mehr im Kader

Nicht nur in sportlicher Hinsicht befindet sich der SV Blau-Weiß Bornreihe aktuell auf Talfahrt, auch personell gab es nun erste Konsequenzen: Schon vor der bitteren Niederlage in Lüneburg haben sich die „Moorteufel“ mit sofortiger Wirkung von Anil Morkan getrennt. Der 30-jährige Offensivakteur, der erst vor knapp anderthalb Jahren ins Teufelsmoor gewechselt war und fußballerisch unbestritten über enorme Qualitäten verfügt, wurde aus disziplinarischen Gründen suspendiert. Zu den genaueren Hintergründen wollte der Verein offiziell keine weiteren Angaben machen.

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