Straßensanierung Löcher, Risse und Versackungen

Vollersode kommt bei der Straßensanierung kaum nach. Jetzt soll mehr Geld dafür ausgegeben werden.
07.02.2019, 17:19
Lesedauer: 3 Min
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Von Peter von Döllen

Hambergen. Torsten Wischhusen (CDU) ließ nicht locker. Er will unbedingt mehr Geld für die Straßen in Vollersode ausgeben. Seit Jahren sei beispielsweise klar, dass etwas in der Siedlung Wallhöfen gemacht werden müsse. Es werde immer verschoben. „Auf Dauer können wir so nicht weitermachen“, sagte Wischhusen bei der Sitzung des Vollersoder Bauausschusses. Sonst stünde die Gemeinde in fünf oder sechs Jahren vor einem Berg, der nicht mehr zu schaffen sei. Schließlich nannte er den Betrag von 40 000 Euro, die zusätzlich in den Haushalt aufgenommen werden sollen. Alle Mitglieder des Ausschusses stimmten dem zu.

Vollersode hat im vergangenen Jahr einen Doppelhaushalt aufgestellt. Das von Wischhusen beantragte Geld ist dort nicht vorgesehen. Und auch der ursprüngliche Ansatz für die Straßen wird nicht ausreichen, um alle Straßen zu reparieren, die dringend gemacht werden müssen. 80 000 Euro werden die angedachten Arbeiten kosten. 60 000 bis 65 000 Euro stehen laut Verwaltungsvertreter Friedhelm Lütjen aber nur zur Verfügung. Darin enthalten seien schon Gelder aus dem Vorjahr. „Wir müssen einen Nachtragshaushalt erstellen“, erklärte Lütjen. Die Hauptgründe liegen zwar in anderen Bereichen, etwa dem Kindergarten. Trotzdem eröffnet die notwendige Aufstellung die Chance, auch den Straßenbereich zu verändern. Die genannten 40 000 Euro sind aber aus der Hüfte geschossen. Wie sie finanziert werden können, muss noch geprüft werden.

Vor der Sitzung hatten sich die Ausschussmitglieder die Straßen der Gemeinde angesehen und eine Liste der dringlichsten Stellen angefertigt. Einige davon dulden keinen Aufschub. Der heiße Sommer hat vor allem bei den Moorstraßen Spuren hinterlassen. Versackungen, Risse und andere Schäden könnten zur Gefahr für Verkehrsteilnehmer werden.

An erster Stelle steht laut Friedhelm Lütjen Giehlermoor in Richtung Gnarrenburger Grenze. Hier bestehe eine akute Verkehrsgefährdung. An dieser Stelle entstehen laut Ingenieur Jürgen Schlichting schätzungsweise Kosten in Höhe von 18 000 Euro. Weiter nannte Lütjen die Straße Porstheide (26 500 Euro). Im Schuldamm hätten sich Risse gebildet, die nicht einfach vergossen werden könnten. Sie müssten erst verfüllt werden. Kosten: etwa 18 000 Euro. Mit 13 000 Euro könnten Versackungen des Querdamms behoben werden. Diese Arbeiten könnten bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit möglicherweise noch verschoben werden, hofft Lütjen. Weiter hat der Ausschuss Verlüßmoor, In der Heide und Im Fehr auf der Agenda. Sie sollen dieses Jahr noch nicht angegangen werden. Es sollen aber Prüfungen und Kostenschätzungen erfolgen.

Angesichts dieser Auflistung versuchte sich Lütjen an einer Relativierung der Situation in Wallhöfen. Die Straßen in Wallhöfen wären in einem deutlich besseren Zustand als die genannten. „Da kann man nicht von einem desolaten Zustand sprechen“, findet Lütjen. Natürlich müssten sie auch neu gepflastert werden. Das müsse man aber nach und nach abarbeiten. Dafür müsste Vollersode sehr viel Geld in die Hand nehmen. Allein die Planung koste viel Geld. Der Verwaltungsvertreter schlug vor, zunächst ein Konzept zu erstellen.

Für die Bürgermeisterin Angela Greff ist der Vorschlag von Torsten Wischhusen auch zu vage. Grundsätzlich müsste in Wallhöfen etwas gemacht werden. Da stimmte sie ihm zu. Man könne aber nicht einfach irgendwo anfangen. „Wir brauchen einen Plan“, bemerkte sie. Der Fachausschuss müsse sich damit beschäftigen. Wischhusen strebt aber einen schnelleren und direkteren Weg an. Planungen dauern ihm zu lange. Auf Anregung der Ausschussvorsitzenden Pirke Wienstroh (SPD) wurde die Sitzung unterbrochen, um anwesende Bürger zu Wort kommen zu lassen. Sie erklärten, dass die Straße Am neuen Lande beispielsweise Wellen aufweise. Sie begrüßten Wischhusens Vorschläge. Nun wollen sich die Ausschussmitglieder die Situation vor Ort ansehen.

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