Fußball-Landesliga Lüneburg

Souverän geht anders, SV Bornreihe!

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Doch das 1:0 gegen den TSV Elstorf sorgte bei Nils Gresens, dem Spielertrainer des SV Blau-Weiß Bornreihe, nicht für große Begeisterung.
13.09.2020, 21:33
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Souverän geht anders, SV Bornreihe!
Von Dennis Schott
Souverän geht anders, SV Bornreihe!

Für das Trainergespann des SV Blau-Weiß Bornreihe, Nils Gresens und Frank Meyer (v.l.), gibt es nach dem dürftigen 1:0 gegen Elstorf einiges aufzuarbeiten.

Tobias Dohr

Bornreihe. Hektisch wurde es nicht mehr. Hätte es aber werden können. Schließlich führte der SV Blau-Weiß Bornreihe im ersten Heimspiel der neuen Saison in der Fußball-Landesliga gegen den TSV Elstorf nur mit 1:0. Die Partie aber war recht weit davon entfernt, einen ähnlichen Verlauf wie in der vergangenen Woche zu nehmen, als die Bornreiher in Ottersberg eine ziemlich aufgeheizte Stimmung in der Schlussphase durchstehen mussten. Gefährlich wurde es gegen Elstorf dennoch. Diese eine Großchance kurz vor dem Ende hätte durchaus den Ausgleich bedeuten können. Und so zog Bornreihes Spielertrainer trotz des 1:0 (1:0)-Erfolgs ein eher nüchtern geprägtes Fazit, das auch nicht durch die bislang maximale Punkteausbeute von sechs Punkten nach zwei Spielen beeinträchtigt werden sollte. Denn: „Wir hätten hier heute auch gut und gerne unentschieden spielen können.“

Dabei waren die Blau-Weißen gut in die Partie gekommen. Gegen die erwartet defensivorientierten Gäste gelang ihnen das Beste, was ihnen passieren konnte: ein frühes Tor. Philip Bähr hatte einen langen Ball zu Hendrik Lütjen weitergeleitet, und der fackelte nicht lange, sondern zog aus halblinker Position mit seinem linken Fuß ab – 1:0 (12.). Freilich hätte den Bornreihern dieser gute Start Sicherheit geben können. Tat er aber nicht. „Wir haben uns schon vor der Führung recht schwergetan, das wurde danach nicht besser“, beobachtete Gresens. Sein Team zeigte bei seinen Offensivbemühungen insgesamt zu wenig Laufbereitschaft, auch wirkte es in vielen Szenen zu ungeduldig. Kurzum: Die Abstimmung untereinander hakte doch ziemlich. Und weil die Gäste bei dem Versuch, ein geordnetes Spiel aufzubauen ebenfalls Probleme offenbarten, entwickelte sich ein eher ereignisarmer Schlagabtausch. Allenfalls Halbchancen sprangen für die Bornreiher größtenteils heraus. Bis sie auf einmal großes Glück besaßen, nicht bereits zur Pause das 1:1 zu kassieren, als Meikel Klee für seinen bereits geschlagenen Torwart Ole Pasbrig kurz vor der Linie retten musste.

Lesen Sie auch

Es blieb auch nach dem Wiederanpfiff dabei: Die zündende Idee wollte den Bornreiher einfach nicht kommen. Selbst den Vorteil, dass der TSV Elstorf seine Defensivfesseln mit zunehmender Spieldauer lösen musste, konnten sie nicht nutzen. Dafür haben sie „viele Konter viel zu unsauber ausgespielt“, meinte Bornreihes Spielertrainer. So blieb der Fernschuss Loris Menger in der 60. Minute, der knapp am Elstorfer Gehäuse vorbei flog, die einzig nennenswerte Möglichkeit für die Hausherren.

Viel zu befürchten hatten sie wiederum auch nicht. Als „eher destruktiv“ umschrieb Nils Gresens die Spielweise der Elstorfer, ohne dem Aufsteiger mit dieser Einschätzung zu nahe treten zu wollen. Zumal er sich zum jetzigen Zeitpunkt, so kurz nach Saisonbeginn, kein abschließendes Urteil erlauben könne, so Gresens. Es war nicht mehr als ein erster Eindruck, bei dem Bornreihes Spielertrainer nicht unerwähnt lassen wollte, der TSV Elstorf könne „jedem Gegner in der Liga wehtun“. Vermutlich fühlte er sich an jene Szene kurz vor Schluss erinnert, in der den Bornreihes genau so etwas hätte passieren können. Als ein Elstorfer auf einmal frei vor Ole Pasbrig auftauchte. Hätte der Gegner getroffen, hätte es zwar ohnehin nicht gezählt, weil der Linienrichter seine Fahne hob. Und trotzdem: Souverän geht anders. Das blieb auch Nils Gresens und seinem Trainerkollegen Frank Meyer hinterher nicht verborgen.

„Wir nehmen die drei Punkte natürlich gerne mit, aber das Spiel sollte für uns Warnung genug sein, dass wir es mit so einer Leistung schwer haben werden zu gewinnen“, meinte Gresens nach Spielende. Verbunden damit war gleichzeitig ein Appell an seine Spieler, im Training nicht nachzulassen. „Weil wir es uns einfach nicht erlauben dürfen“, erklärte er weiter. Er ist sich sicher, dass nach dem TSV Ottersberg und dem TSV Elstorf nun mit dem TuS Harsefeld ein ganz anderes Kaliber auf die Blau-Weißen wartet. Was die Bornreiher indes zumindest ein bisschen beruhigen sollte: Auch der TuS Harsefeld, der Oberliga-Ambitionen hegt, tat sich gegen den Aufsteiger aus Elstorf ziemlich schwer. Auch die Harsefelder setzten sich nur knapp mit 1:0 gegen Elstorf durch. „Es wird wahrscheinlich auch ein ganz anderes Spiel werden. Aber wir müssen uns steigern“, blickte Gresens bereits voraus.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+