SV Blau-Weiß Bornreihe

Trainer-Erfolgsteam der „Moorteufel“ macht weiter

Im Gegensatz zu einigen anderen Fußballklubs können sie beim SV Bornreihe die derzeitige Zwangspause relativ entspannt verleben - denn der Klub hat seine Hausaufgaben gemacht. Sportlich wie organisatorisch.
07.01.2021, 08:35
Lesedauer: 3 Min
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Trainer-Erfolgsteam der „Moorteufel“ macht weiter
Von Tobias Dohr

Bornreihe. Im Gegensatz zu einigen anderen Fußballklubs können sie beim SV Blau-Weiß Bornreihe die derzeitige Zwangspause relativ entspannt verleben. Denn der Verein aus dem Teufelsmoor hat seine Hausaufgaben gemacht. Nicht nur sportlich sieht es gut aus für die „Moorteufel“. Das Team von Trainerduo Nils Gresens und Frank Meyer steht in der Landesliga Staffel 2 bekanntermaßen auf dem dritten Platz.

Aber auch organisatorisch haben die Bornreiher nun wichtige Pflöcke eingeschlagen. So verkündete der Verein jüngst die Vertragsverlängerungen des kompletten Trainerteams. Sowohl Gresens/Meyer als auch Co-Trainer Andre Zachar und Torwarttrainer Nils Kühtmann werden auch in der kommenden Saison den Ton bei den Blau-Weißen angeben. „Wir sind natürlich sehr froh, dass das komplette Team weitermacht und frühzeitig die Zusage gegeben hat“, betont Bornreihes Sportlicher Leiter Gerd Stelljes.

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Die ganz großen Themen habe es ohnehin nicht gegeben. „Im Grundsatz waren alle Beteiligten ja an einer weiteren Zusammenarbeit sehr interessiert“, berichtet Stelljes. Bereits vor Weihnachten hätten die wichtigsten Gespräche stattgefunden. Dabei sei es vor allem darum gegangen, den derzeit eingeschlagenen Weg auch konsequent weiterzugehen – und die dafür geschaffenen Voraussetzungen auch weiterhin möglich zu machen. „Es ging darum abzuklären, wer was vorhat“, berichtet Nils Gresens von sehr harmonischen Geprächen, bei denen schnell klar wurde: Im Prinzip haben sie in Bornreihe ja alle dasselbe vor. Also wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Allerdings mit einer durchaus bemerkenswerten Veränderung.

Denn ab Sommer wird Nils „Kokser“ Gresens seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel hängen. Ende Juni wird das Bornreiher Urgestein 32 Jahre alt, dann soll Schluss sein mit dem aktiven Fußball. „Ich plane nicht, irgendwo anders in einer Ü32 zu spielen, insofern wird der Pass in Bornreihe bleiben“, sagt Gresens. Allerdings würde er nur im absoluten Notfall einen Rücktritt vom Rücktritt machen. Stattdessen möchte sich Gresens im kommenden Jahr den Langstreckenläufen widmen und irgendwann seinen ersten Marathon absolvieren.

Ohnehin hatte die Bornreiher Mannschaft zuletzt ja bereits ausreichend Gelegenheit, sich an die Post-Gresens-Ära zu gewöhnen. In den bisherigen sieben Saisonspielen kam der Spielertrainer nicht einmal zum Einsatz. Erst war Gresens verletzt, dann bestand keine Notwendigkeit, das erfolgreiche Team umzubauen. So stehen in Gresens‘ persönlicher Einsatzbilanz 2020/21 lediglich zwei Kreisliga-Einsätze in der Zweitformation. Seit 4. Januar ist die Landesliga-Mannschaft wieder im mehr oder weniger offiziellen „Trainingsbetrieb“ – der allerdings natürlich bis auf Weiteres online und in individuellen Laufeinheiten vonstatten gehen wird.

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„Das ist dann auch immer ein Stück weit eine Vertrauenssache“, sagt Gresens. Am Ende sei es aber eben wichtig, nicht komplett bei Null anzufangen, wenn absehbar ist, dass der reguläre Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden darf.

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Zur Sache

Mattes Görg zurück zum TSV Dannenberg

Es hat nicht sollen sein. Als Mattes Görg im Sommer 2019 von Kreisligist TSV Dannenberg zum SV Blau-Weiß Bornreihe gewechselt war, da wollte sich der Mittelfeldakteur unbedingt bei den „Moorteufeln“ beweisen und durchsetzen. Doch schon in der damaligen Vorbereitung zog sich Görg einen Leistenbruch zu und fiel die gesamte Hinrunde aus.

Als dieser auskuriert war, konnte Görg aufgrund seines Schichtdienstes bei der Bereitschaftspolizei nie konstant mit der ersten Mannschaft trainieren. So kam in fast anderthalb Jahren nicht ein einziger Punktspieleinsatz im Landesliga-Team zustande. Jetzt hat sich Görg entschieden, das Abenteuer Bornreihe zu beenden. Er wechselt zurück zum TSV Dannenberg. Für den Osterholzer Fußball-Kreisligisten um Trainer Steffen Mehrdorf dürfte der Mittelfeldakteur auch ohne große Spielpraxis eine echte Hilfe sein.

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