Fußball-Kreisklasse Osterholz TSV Wallhöfen trotzt den bisherigen Ausfällen

Am vergangenen Wochenende blieb auch der TSV Wallhöfen spielfrei. Das mag auf den ersten Blick nicht besonders erscheinen - bei genauerer Betrachtung ist es das allerdings schon.
13.03.2020, 09:57
Lesedauer: 3 Min
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TSV Wallhöfen trotzt den bisherigen Ausfällen
Von Dennis Schott

Wallhöfen. Jetzt hat es auch die Fußballer des TSV Wallhöfen erwischt. Am vergangenen Wochenende blieben sie spielfrei. Das mag auf den ersten Blick nicht besonders erscheinen, bei all den witterungsbedingten Absagen in den vergangenen Wochen. Bei genauerer Betrachtung ist es das allerdings schon. Der Klub aus der 1. Kreisklasse Osterholz blieb in diesem Jahr nämlich das erste Mal ohne regulären Pflichtspieleinsatz. Immerhin drei angesetzte Partien konnte das Team von Trainer Denis Stelljes bestreiten – derart viele kann keine andere Mannschaft aus dem Landkreis Osterholz vorweisen.

Der Spielplan meinte es aber auch gut mit dem TSV. Die ersten drei Begegnungen durften die Mannen von Coach Stelljes allesamt zu Hause austragen. Und der heimische Platz scheint die Wassermassen der vergangenen Wochen besser vertragen zu haben als die meisten anderen. Angesprochen auf „das Geheimnis“, das sich dahinter verbergen könnte, antwortet Denis Stelljes trocken: „Wir haben offensichtlich einen guten Platzwart.“ Einerseits. Andererseits weiß er aber auch, dass die Rasenplätze in Wallhöfen nicht so stark beansprucht werden wie andere. Die Fußball-Sparte ist vergleichsweise klein. Neben der 1. Herren sind im Verein nur noch einige Jugendmannschaften vertreten. Hinzu kommt, dass die Wallhöfener (zumindest für ihre Heimspiele) selbst entscheiden können, ob gespielt werden kann oder nicht. Andere Vereine, deren Plätze in kommunaler Hand liegen, könnten das nicht, gibt Denis Stelljes zu bedenken. Er weiß auch, dass sich viele Vereine „zweimal überlegen“, ob sie ihre Plätze freigeben – aus Furcht vor zu großen Schäden.

Und trotzdem fragt er sich grundsätzlich: Müssen so viele Spiele ausfallen? „Warum zum Beispiel zwei Tage vorher abgesagt wird, verstehe ich nicht so ganz“, sagt der TSV-Coach. Der Platz könne sich doch in der Zwischenzeit erholen, so Stelljes. Absagen könne man später immer noch, falls der Zustand sich nicht geändert habe. „Ich bin kein Typ, der gerne absagt. Wenn der Platz bespielbar ist, dann sollte man auch spielen. Bornreihe hat doch auch gespielt, obwohl das Moorgebiet ist“, erzählt Stelljes. Dem TSV Wallhöfen jedenfalls hat es nicht geschadet, öfter als andere zum Zuge gekommen zu sein. Ganz im Gegenteil. Die Schwarz-Weißen holten aus ihren drei Spielen die maximale Ausbeute von neun Punkten und sprangen dadurch auf Platz eins der Tabelle. Das weckt Begehrlichkeiten. „Ich wäre der Falsche am Platz, wenn ich sagen würde, dass wir nicht aufsteigen wollen“, meinte Denis Stelljes.

Natürlich will er mit seinem Team nach oben. Die rasante Entwicklung, die seine Mannschaft genommen hat, überrascht ihn dabei allerdings schon ein wenig. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga und dem damit einhergehenden Neuaufbau gab der neue Coach das Ziel aus, sich unter den ersten Acht zu platzieren. „Wir haben uns komplett neu aufgestellt. Die Mannschaft musste sich erst einmal finden“, so Stelljes. Weil sie das bislang eindrucksvoll getan hat, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der TSV-Coach die gesamte Mannschaft in den Fokus rückt. Stelljes: „Sie hat toll zusammengefunden.“

Eine Mannschaft, die während der Winterpause nachhaltige Verstärkung erfahren hat. Vom VSK Osterholz-Scharmbeck kam Felix Gartelmann, der sich beim Bezirksligisten nicht durchsetzen konnte, aber unbestritten über Qualität verfügt. „Das stimmt“, bestätigt Denis Stelljes, gänzlich unerwähnt lassen wollte er die übrigen Winterzugänge Alexander Kistner und Andre Hoffmann jedoch nicht. Auch sie hätten sich prima eingefügt, lobt der TSV-Coach, in dessen Team Kapitän Sergej Baitler eine führende Rolle übernimmt. „Er kann die Mannschaft mitreißen.“

Wohin das führen soll? Im besten Fall zum Aufstieg. Doch mit diesem Wunsch steht Wallhöfen nicht alleine da. Der TSV Worphausen (ein Punkt Rückstand) und der VfR Seebergen/Rautendorf (zwei) sind dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen. Auch den Rangvierten SV Beckedorf (sechs Punkte) zählt Denis Stelljes zu den ärgsten Widersachern.

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