Sv Bornreihe Viertes Spiel, vierte Niederlage

Wieder verließ Fußball-Landesligist SV Bornreihe den Platz als Verlierer. Dabei war gegen Tabellenführer Rotenburger SV ein Punkt im Bereich des Möglichen.
09.09.2019, 10:40
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Bornreihe. Fast die gesamte Bank des Rotenburger SV sprintete – angeführt vom gerade ausgewechselte Björn Mickelat – in der 87. Minute wie von Sinnen aufs Feld, um Stefan Denker zu herzen. Dieser hatte gerade mit einem Alleingang zum 2:0 den Deckel auf den Sieg beim SV Blau-Weiß Bornreihe in der Fußball-Landesliga Lüneburg gemacht.

Während die Gäste somit ihre Spitzenposition verteidigten, verharren die Hausherren ohne Punktgewinn auf der letzten Position. „Wir kriegen es einfach nicht zu Ende“, bedauerte Bornreihes Coach Michael Rickers. Der Gast besaß die erste große Chance der Partie. Nach zwölf Minuten köpfte Arthur Bossert die Kugel auf Linksflanke von Lucas Chwolka an den linken Innenpfosten. Das Nachsetzen Bosserts mit der Hacke unterband SV-Keeper Alexander Janosch. Dieser legte den Ball kurz darauf bei einem verunglückten Abschlag genau auf den Fuß von Björn Mickelat, bügelte seinen Fehler aber umgehend wieder aus.

Der Klassenprimus blieb das torgefährlichere Team. Arthur Bossert bugsierte das Spielgerät auf Mickelat-Vorlage ans Außennetz (23.). Auf der Gegenseite machte Anil Morkan das Spiel mit einem öffnenden Pass auf Hendrik Lütjen mal schnell. Loris Menger kam in der Mitte aber den berühmten Schritt zu spät. „Aktiver Bornreihe, kommt“, versuchte Steffen Dietrich seine Mitspieler nun zusätzlich zu motivieren. Ein Eckball führte schließlich zur Rotenburger Führung. Nachdem die Blau-Weißen gerade erst einen Eckstoß mit etwas Glück schadlos überstanden hatten, segelte der nächste Ball von Lukas-Dominik Heller in den Fünf-Meter-Raum. Björn Mickelat legte noch auf den Torschützen Karol Karpus ab (35.).

Anil Morkan, der neben Hendrik Lütjen im Sturm der Platzherren auflief, bekam zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nicht genügend Druck hinter das Leder, sodass es zu einer sicheren Beute für RSV-Torwart Henner Lohmann geriet. Glück hatte der Erste, als zwei Kreisstädter Kevin Sammann nach einem Solo in die Zange nahmen und der Elfmeterpfiff ausblieb (68.). Zu diesem Zeitpunkt war der wieder einmal beste Bornreiher, Meikel Klee, schon draußen. Diese Auswechslung sorgte zunächst bei so manchem Zuschauer für Verwirrung. „Meikel ist verletzt“, klärte der ehemalige Bornreiher Vorsitzende Jan Flathmann auf. Der Neuzugang von der SV Drochtersen/Assel bat Michael Rickers um seine Herausnahme. „Wir wollten da nichts riskieren. Die Saison ist schließlich noch lang“, gab Rickers zu bedenken. Der Trainer brachte mit Pascal Kranz, Jeremy da Rocha Nunes und Torben Poppe drei frische Offensivkräfte, um das Blatt noch zu wenden. Doch immer wieder blockte die vielbeinige RSV-Abwehr Schüsse und Vorlagen ab. Für den Klassenprimus ergaben sich erstklassige Kontergelegenheiten in der Schlussphase. Björn Mickelat leitete einen schnellen Gegenstoß auf Jan Friesen ein. Dieser setzte Lucas Chwolka in Szene, dessen Schuss Alexander Huhn von der Linie kratzte (70.). Fünf Minuten hiernach versuchte Friesen nach einem erneuten klugen Zuspiel von Oldie Mickelat Alexander Janosch zu umkurven. Janosch roch aber den Braten und verhinderte das 0:2. In der 83. Minute ließ Janosch ein weiteres Mal Jan Friesen abblitzen. Auf Linksflanke von „Jerry“ da Rocha Nunes beförderte Hendrik Lütjen das Spielgerät per Kopf an den Pfosten und verpasste somit die große Gelegenheit zum Ausgleich. „Das passt zu unserer Situation“, urteilte Michael Rickers. Im Gegenzug markierte Stefan Denker die Entscheidung. „Kämpferisch war bei uns alles in Ordnung“, so Rickers. Sein Kapitän Nils Gresens hatte nicht viel mehr Chancen für die Rotenburger erkannt: „Sie haben aber zwei genutzt. Das zeichnet einen Spitzenreiter eben aus.“

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