Fußball-Landesliga Vom strittigen Elfer kaum beeindruckt

Seine Niederlagenserie hat der SV BW Bornreihe zwar beendet. Aber im Heimspiel gegen Verden reichte es nicht zu einem SIeg. Trainer Pinter: „Mir tut es leid für die Jungs, dass sie sich nicht belohnen."
16.09.2018, 21:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Thiemann

Bornreihe. Die Partie begann gleich mit einem erneuten Rückschlag für den SV Blau-Weiß Bornreihe. Im Spiel der Fußball-Landesliga Lüneburg gegen den FC Verden 04, das am Ende 1:1 (1:1) endete, waren gerade einmal 60 Sekunden gespielt, da gab es schon Elfmeter für die Gäste.

Daniel Griesbach hatte einen Rückpass etwas zu lange gehalten, sodass Verden-Stürmer Nick Zander seine Chance witterte und Richtung Bornreihe-Keeper sprintete. Dieser sah seinen Gegenüber erst spät, spitzelte den Ball aber irgendwie noch zur Eckfahne. Zander rannte weiter und in Griesbach hinein. Nach kurzem Zögern entschied der Unparteiische Hassan Harb (Rockstedt), sehr zur Verwunderung der Zuschauer, auf Strafstoß.

Patrick Zimmermann nahm sich der Sache an und vollstreckte mühelos zur Verdener Führung (2.). Anschließend wurde es, auch aufgrund der Fehlentscheidung des Schiedsrichters, hitzig. Die Gemüter bei den Bornreihern waren sichtlich angespannt. Das zeigte sich besonders bei einer unbedeutenden Einwurfentscheidung zugunsten der „Moorteufel“, die der Assistent erst falsch angezeigt hatte, wenig später jedoch korrigierte. Die Bank der Bornreiher protestierte wild gestikulierend, als hätte man ihnen ein Tor aberkannt.

Spielfluss kam im ersten Abschnitt dagegen kaum zustande. Das frühe Tor für die Verdener, die sich fortan nur noch aufs Zerstören beschränkten, half da überhaupt nicht. Die Gastgeber versuchten es trotzdem weiter spielerisch und belohnten sich schließlich selbst. Miguel Mendoza wurde über rechts wunderbar geschickt und spielte dann flach in die Mitte, wo Michel Klimmek den Ball kontrollierte und zum Ausgleich einschob (21.).

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit verpasste Zander dann das 2:1 für die Gäste, als Griesbach erneut bei einem Rückpass nicht auf der Hut war. Zur Pause brachte Verden dann Aboubacar Bamba, der sich in den ersten fünf Minuten gleich drei härtere Fouls leistete. Eines davon blieb jedoch folgenreich ungeahndet, denn Steffen Dietrich hatte einen Schlag im gegnerischen Strafraum abbekommen. Zu einem Elfmeter reichte dies aber laut Schiedsrichter Harb, der weiterspielen ließ, nicht.

Immerhin wurde im zweiten Abschnitt etwas mehr Fußball gespielt. Philip Bähr bei seiner Rückkehr in die Startelf verpasste per Kopf die Riesenchance, doch FC-Keeper Stefan Wöhlke hielt überragend (63.). Kurz darauf lag der Ball dann im Netz der Verdener, doch Torben Poppe stand nach dem Pass von Klimmek im Abseits.

Bornreihe drückte nun auf den Siegtreffer. Kevin Sammann zog einen Megasprint an, spielte einen Doppelpass mit Jan Wohltmann und war plötzlich völlig frei vor Wöhlke. Doch statt die Kugel ins Tor zu jagen, versuchte es der Verteidiger mit einem Querpass, der abgefangen wurde.

Auf der anderen Seite wurde es dagegen nur noch selten brenzlig. Zander vergab nach einem Konter kläglich, ehe sich so mancher Fan von Filmen des Regisseurs Quentin Tarantino an den Streifen Inglorious Bastards erinnert fühlen durfte. Verdens Coach Sascha Lindhorst regte sich bei einer knappen Abseitsentscheidung gegen seine Elf nämlich so dermaßen auf, dass er ein „Nein“ nach dem anderen über den Platz brüllte.

Dann war es Poppe per Volleyschuss und Jeremy da Rocha Nunes nach Traumpass von Andre Waldau, die den Siegtreffer verpassten. In der Nachspielzeit köpfte Bamba noch für Verden knapp übers Gebälk, dann war Schluss. Bornreihe hat wieder nicht gewinnen können, aber eine starke Reaktion auf das 1:4 gegen Lüneburg gezeigt. So sah es auch „Moorteufel“-Trainer Saša Pinter: „Mir tut es leid für die Jungs, dass sie sich nicht belohnen. Der Ball muss einfach mal über die Linie.“

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