Feuerwehr Neu Sankt Jürgen Ein ganz normales Jahr

Gemeindebrandmeister Timo Kück ordnet das Jahr 2019 bei der Freiwilligen Feuerwehr Neu Sankt Jürgen mit 14 Einsätzen als durchschnittliches Jahr ein.
20.01.2020, 17:55
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Sabine von der Decken

Ein ziemlich normales Jahr sei 2019 gewesen – das betonten Gemeindebrandmeister Timo Kück wie auch Ortsbrandmeister Jörg Böttjer während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neu Sankt Jürgen. Von Sturmschäden sei der Ort weitgehend verschont geblieben, die Anzahl der Einsätze sei deshalb mit 14 ungefähr so groß wie in den Vorjahren. Ebenso verhalte es sich mit der Anzahl der Dienste: 67 waren es laut Kück im vergangenen Jahr.

Seinem Jahresrückblick stellte Jörg Böttjer den Vergleich von Feuerwehr früher und heute voran. Berichte der Alterskameraden ergaben, dass in Nachkriegszeiten bei der Ortsfeuerwehr ab 19 Mitgliedern ein Aufnahmestopp erfolgte. Heute, so Jörg Böttjer, gebe es 41 aktive Mitglieder – und er könne noch mehr gebrauchen. „Das liegt an der Berufsflucht“, erklärte er. Aufgrund von Schichtarbeit und Berufstätigkeit außerhalb der Landwirtschaft stehen der Feuerwehr für die Tagesbereitschaft maximal sieben bis acht Feuerwehrleute zur Verfügung. Wurde in der Nachkriegszeit per Hand Sirenenalarm ausgelöst, erfolge die Alarmierung heute digital über Funkmeldeempfänger und Whatsapp. Für den Erhalt einer von drei Sirenen im Ort aber hat sich die Feuerwehr starkgemacht. Ohne Atemschutz geht bei der Brandlöschung heutzutage nichts mehr, sagte Böttjer. Der Jahresbericht des Ortsbrandmeisters ergab, dass die Neu Sankt Jürgener Ortsfeuerwehr mit zehn im Bereich Atemschutz geschulten Feuerwehrleuten, von denen neun diensttauglich sind, sehr gut aufgestellt ist. Da sich das Verkehrsaufkommen und die Art der Verkehrsteilnehmer mit Schwerlasttransporten und E-Autos verändert, habe sich auch die Schwere der Verkehrsunfälle verändert. Früher wie heute sei die Ortsfeuerwehr Neu Sankt Jürgen bei Wettbewerben im Landkreis und überregional gefürchtet: 2019 belegte sie den ersten Platz in Ostersode, Bülstedt, Rautendorf und Rhadereistedt. 2019 wurde ein Defibrillator auf dem Löschgruppenfahrzeug der Ortsfeuerwehr installiert und bei der Feuerwehrleitstelle gemeldet. Zehn Mitglieder der Feuerwehr Neu Sankt Jürgen absolvierten für dessen Nutzung einen Lehrgang. Mit einem Alter von 18 Jahren ist der Mannschaftstransportwagen, der überwiegend von der Kinder- und Jugendfeuerwehr genutzt wird, in die Jahre gekommen. Die Ortsfeuerwehr hofft, sich in diesem Jahr über Spenden einen neuen Bus leisten zu können.

Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen wurden Florian Lenz als Gruppenführer 1. Gruppe und Roman Stelljes als dessen Stellvertreter im Amt bestätigt. Wiedergewählt wurde ebenfalls Torsten Peper als Gruppenführer 2. Gruppe. Neu im Amt des stellvertretenden Gruppenführers ist Wolfgang Tietjen. Rolf Meyer, Gerhard Tietjen und Matthias Thoden wurden als Gerätewarte gewählt, Jonas Tietjen zum Jugendfeuerwehrwart, Michael Grotheer zu dessen Stellvertreter sowie Robin Gerken und Robin Kück als Betreuer. Die Position des stellvertretenden Atemschutzwarts bekleidet Marco Kwetschlich, Funkwart und stellvertretender Funkwart sind Florian Lenz und Jan Kück.

Pascal Radon, stellvertretender Vorsitzender Feuerwehrverband Osterholz, verlieh Johann Tienken das Ehrenzeichen in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+