Gemeinde Worpswede Ein Gutachten für die Feuerwehr

Verpflichtet ist die Gemeinde Worpswede dazu zwar nicht, sie hält es aber für hilfreich: Um festzulegen, wie sich die Feuerwehren entwickeln, soll ein Feuerwehrbedarfsplan aufgestellt werden.
28.05.2019, 19:09
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Kessels

Worpswede. Verpflichtet ist die Gemeinde Worpswede dazu zwar nicht, sie hält es aber für hilfreich: Um festzulegen, wie sich die Feuerwehren entwickeln, soll ein Feuerwehrbedarfsplan aufgestellt werden. Der Finanzausschuss bewilligte in seiner jüngsten Sitzung 20 000 Euro für die Beauftragung eines Gutachterbüros.

Für den Brandschutz und Hilfeleistungen sind die Gemeinden zuständig. Dafür müssen sie eine Feuerwehr aufstellen, die den örtlichen Bedürfnissen entspricht. Wie Bürgermeister Stefan Schwenke in der Ausschusssitzung erklärte, kann dazu ein Feuerwehrbedarfsplan aufgestellt werden, der ein wichtiges Planungsinstrument sei.

„Wir sind gut ausgerüstet, aber hier geht es um die Frage, was in Zukunft nötig ist“, sagte Gemeindebrandmeister Timo Kück. Vor etwa 20 Jahren habe der damalige Gemeindebrandmeister Jan-Peter Blanke schon einen Bedarfsplan aufgestellt, der von seinem direkten Vorgänger Axel Elster überarbeitet worden sei, aber heutige Pläne müssten viel detaillierter sein: „Wie ist die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrleute, wie viele arbeiten auswärts, wie viele Atemschutzgeräteträger haben die sieben Ortswehren der Gemeinde?“ All diese Fragen und noch viel mehr würden in einem Bedarfsplan beantwortet. Die nötigen Daten und Zahlen bekomme das Planungsbüro von der Feuerwehr. Aber allein könne die Feuerwehr eine solche Aufgabe neben dem normalen Dienst nicht leisten, meinte der Bürgermeister.

In dem Bedarfsplan soll auch geklärt werden, wo das neue Feuerwehrhaus der Worpsweder Ortswehr gebaut werden kann. Das bisherige Auf der Wurth ist zu klein geworden für die vielen benötigten Ausrüstungsgegenstände, und es könne auf dem begrenzten Grundstück auch nicht angebaut werden, sagte Timo Kück. Er hoffe, dass bis 2025 ein Neubau stehe. Dazu wurden in der Sitzungsvorlage drei Vorschläge gemacht – in Nähe eines Ortsausgangs, entweder in Richtung Mevenstedt oder Grasberg oder Waakhausen. Malte Wintjen (SPD) fand es „ärgerlich“, dass damit dem Ergebnis des Gutachterbüros vorgegriffen werde; der Blick von außen solle unvoreingenommen bleiben, meinte er. Aber es handle sich doch nur um Vorschläge, natürlich könne auch anderswo gesucht werden, meinte Kämmerer Dietmar Höhn. Man müsse sich aber auch danach richten, wo Grundstücke zur Verfügung stünden.

Heiko Pankoke (CDU) wollte wissen, wann der Auftrag für das Gutachten herausgehe und wann Ergebnisse zu erwarten sind. Außerdem bezweifelte er, dass 20 000 Euro reichen werden. Die Stadt Osterholz-Scharmbeck sei mit 15 000 Euro ausgekommen, erwiderte Kathrin Kehlert von der Gemeindeverwaltung, und wenn der Ausschuss jetzt zustimme, könne der Verwaltungsausschuss den Auftrag erteilen. Sie habe eine Liste von fünf Büros, die sie um die Abgabe eines Angebots bitten werde. Damit stimmte der Ausschuss einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zu. Meike Lorenzen von der Unabhängigen Wählergemeinschaft regte noch an, der Gemeinderat solle seinen Kontakt zur Feuerwehr verstetigen, vielleicht mit einem jährlichen Treffen. Das ist schon terminiert, erklärte Timo Kück: Am 1. Juli werde die Feuerwehr den Rat über ihre Arbeit informieren.

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