Feuerwehr Hüttenbusch Erster Einsatz beim Zeltlager

Die Ortswehr Hüttenbusch hat ihren neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) offiziell in Dienst gestellt.
01.12.2019, 23:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Kessels

Worpswede. Seinen ersten Einsatz hatte er schon vor vier Monaten, und der war ein Wagnis, wie sich kurz darauf herausstellte. Jetzt aber konnte der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) der Ortswehr Hüttenbusch offiziell in Dienst gestellt werden. Dazu versammelten sich am Feuerwehrhaus Vertreter der Feuerwehr, der Gemeindeverwaltung und die vielen jungen Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Der alte Mannschaftstransportwagen, ein VW-Bus des Baujahrs 1994 und wie sein Nachfolger gebraucht gekauft, wurde vom Ordnungsamt der Gemeinde Worpswede im Mai stillgelegt. Er war durchgerostet, die Achsen und Bremsen waren defekt. „Das war ein wirtschaftlicher Totalschaden“, sagt Ortsbrandmeister Christian Große-Heitmeyer. Bei einem Händler in Nordrhein-Westfalen, der sich darauf spezialisiert hat, normale Personenwagen, Lieferwagen und Kleinbusse für die Feuerwehr mit Funk, Martinshorn und Blaulicht auszustatten, wurde man fündig: Ein drei Jahre alter Mercedes-Benz Vito sollte es sein, 110 PS stark und neunsitzig wie der Vorgänger, so dass er mit normalem Pkw-Führerschein gefahren werden kann. Allerdings kostete er 27 000 Euro.

Die Gemeinde Worpswede konnte knapp die Hälfte zahlen. „Das ging auf dem relativ kurzen Dienstweg“, sagte Bürgermeister Stefan Schwenke, ehe er einen überdimensionalen Schlüssel übergab. Den Rest steuerten Sponsoren bei, von denen Christian Große-Heitmeyer eine lange Liste aufzählte: Jürgen Schriefer, der Ortsvorsteher Karl-Friedrich Schröder, Henry Grimm aus Heudorf, das Bestattungsunternehmen Franzke, die IG Erntewagen, Rolf Tietjen und der Imbiss Monsees. Kreisbrandmeister Jan Hinken war beeindruckt: „Die Feuerwehr hilft da, wo die Not am größten ist, aber die Bürger helfen auch der Feuerwehr.“

So sah es auch der Gemeindebrandmeister Timo Kück – auf dem Land halte man zusammen, meinte er. Der neue Mannschaftstransportwagen kann mit seiner Anhängerkupplung auch einen Anhänger ziehen, in den nach einem Einsatz die kontaminierte Kleidung gepackt wird. „Das Zeug können wir nicht einfach in den Wagen schmeißen“, so der Gemeindebrandmeister. Auch zur Koordination verschiedener Einsatzstellen, wenn etwa bei Sturmschäden mehrere Wagen ausrücken müssen, eigne sich der MTW. Und er könne auch von der Gemeinde verwendet werden, wenn beispielsweise der Planungsausschuss des Gemeinderats eine Bereisung mache, meinte Stefan Schwenke.

Im Juli wurde der Wagen ausgeliefert, zwei Tage später brachte er die Jugendfeuerwehr oder zumindest einen Teil davon zum Zeltlager. Er brachte sie auch wieder zurück, aber da war viel Glück im Spiel. Kurz danach hatten sich nämlich in der hochmodernen Elektronik einige Platinen verheddert. Die Reparatur ging aber auf Garantie. Da konnte Gerätewart Reinhard Bohling jetzt beruhigt den symbolischen Fahrzeugschlüssel in Empfang nehmen.

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