Hetze gegen Schwenke Kampagne gegen den Bürgermeister

Anonyme Postkarten machen in Worpswede die Runde. Darauf wird gegen Bürgermeister Stefan Schwenke gehetzt. Der kündigt nun Gegenwehr an.
02.06.2019, 20:12
Lesedauer: 1 Min
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Von Lars Fischer

Worpswede. Mit politischer Auseinandersetzung habe das nichts mehr zu tun, findet Bürgermeister Stefan Schwenke. Der Verwaltungschef macht keinen Hehl daraus, dass die Postkarten, die seit Freitag in zahlreichen Worpsweder Briefkästen auftauchten, ihn persönlich hart getroffen haben.

Als „hinterhältige Sauerei“ bezeichnet Schwenke das, was auch ihm im Rathaus auf den Schreibtisch flatterte. Die Karte, die weder einen Absender noch einen Verantwortlichen nennt, bietet zwei Motive unter der Überschrift „Umschwenken“, bei der der Name Schwenke farblich hervorgehoben wird. Das erste Motiv zeigt einen gefällten Baum zusammen mit dem Satz „Den Bürgermeister absägen, statt Bäume! Holzfällerdorf Worpswede“. Das zweite einen Verkehrsstau, der belegbar nicht in Worpswede aufgenommen ist, und den Aufdruck „Ein ganz normaler Nachmittag in Worpswede – staatlich anerkannter Erholungsort.“ Stefan Schwenke, spürbar erbost über diese Kampagne, kündigte am Sonntag an, dass er Anzeige gegen Unbekannt erstatten werde. „Ich habe schon vieles an Anfeindungen erlebt, aber so etwas noch nicht“, sagt er. Besonders „schäbig“ sei, dass auch seine Familie unter einer solchen Hetze leide. „Das will ich nicht ertragen müssen!“ Vermutungen, wer für die Flyer verantwortlich sein könnte, habe er keine, sagte Schwenke. Einen Zusammenhang mit rechtsradikalen Graffitis oder Aufklebern, die zurzeit in Worpswede kursieren, wollte der Verwaltungschef nicht herstellen.

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