Kommentar zum FC Worpswede Buttgereit und Schilling? Alles ist möglich!

Sensationscoup oder ein Himmelfahrtskommando? Wohl selten hat eine Trainerverpflichtung für soviel Diskussionsstoff gesorgt. Die neue FCW-Konstellation regt die Fantasie an - findet Sportredakteur Tobias Dohr.
18.02.2021, 08:55
Lesedauer: 1 Min
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Buttgereit und Schilling? Alles ist möglich!
Von Tobias Dohr

Ist das jetzt ein Sensationscoup oder ein Himmelfahrtskommando? Buttgereit und Schilling – Seite an Seite an der Seitenlinie. Auf den ersten Blick mutet es wie ein vorgezogener Aprilscherz an. Jeder, der diese Nachricht hört und den Osterholzer Fußball in den vergangenen Jahren auch nur ein bisschen verfolgt hat, fragt sich unweigerlich: Kann das gutgehen? Zwei Alphatiere dieser Größenordnung, beide bekannt für ihre geradlinige Art und konsequente Führung, sollen nun gleichberechtigt eine Mannschaft anleiten?

Alle Beteiligten wissen nur zu gut, dass sie sich mit dieser Konstellation komplett in den Fokus der regionalen Fußballszene stellen. Vom ersten gemeinsamen Training an wird das Duo Buttgereit/Schilling unter extremer Beobachtung stehen. Und es wird nicht wenige geben, die auf die ersten Niederlagen und Rückschläge regelrecht warten, nur um dann sagen zu können: War doch klar, dass das nicht funktioniert. Gewissermaßen hat sich der Verein – vor allem aber die beiden Trainer – damit eine große Verpflichtung auferlegt.

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Letztlich geht es von nun an nämlich vor allem darum, zu beweisen, dass es richtig ist, mutig zu sein, sich ehrgeizige Ziele zu setzen. Entwickeln statt verwalten ist das Motto. Und dazu gehört im Amateurfußball vor allem Geduld und Kontinuität, besonders auf den Führungspositionen. Zumindest dann, wenn man einen gesunden, nachhaltigen Prozess anstrebt.

Man kann es allen Beteiligten nur wünschen, dass diese Geduld auch wirklich aufgebracht wird. Sollten die Protagonisten schon nach einer Saison (oder vielleicht sogar noch früher?) wieder getrennte Wege gehen, wäre das genau das falsche Signal. Dann würden Spott und Häme völlig zurecht auf alle Beteiligten niederprasseln. Wenn sich Buttgereit und Schilling aber wirklich komplett dem gemeinsamen Ziel unterordnen, dann ist wohl jedem im Landkreis klar, dass diese Konstellation Berge versetzen könnte. Dann könnte der Klub vom Weyerberg Dinge in Gang setzen, die alleine kaum machbar wären. Dann könnte dort ein schlafender Riese wachgeküsst werden. Sensationscoup oder Himmelfahrtskommando? Man vermag es (noch) nicht zu sagen. Nur eines steht fest: Alles ist möglich.

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