Roman von Manfred Thoden Wortverliebter Worpswede-Krimi

"Ein Sommerabend in Worpswede" hat Manfred Thoden seinen Worpswede-Krimi genannt. Allerdings stehen weniger kriminialistische Ermittlungen als vielmehr wortverliebte Geschichten aus dem Künstlerdorf im Fokus.
09.12.2021, 10:00
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Wortverliebter Worpswede-Krimi
Von Lars Fischer

Worpswede. So hatte sich Thees Thoden seinen Umzug nach Worpswede nicht vorgestellt: Gerade hat er sich in seiner neuen Villa eingerichtet, beginnt auch schon der Ärger: Unbekannte haben von einer Plane im Garten, auf der Heinrich Vogelers Gemälde "Der Sommerabend" reproduziert ist, einige Stücke entfernt. So beginnt der Krimi "Ein Sommerabend in Worpswede" von Manfred Thoden. Dass der Autor seinem Protagonisten recht nahe zu stehen scheint, macht schon die Namenswahl deutlich. Und er legt ihm allerhand wortverliebte Aussagen in den Mund, die eher den roten Faden des Buches bilden als die kriminalistische Dimension des "Bildersturms".

Der Autor Thoden stammt aus Zeven, ist in der Nähe von Sandbostel aufgewachsen und hauptberuflich Theologe. Und so spielt in seiner Geschichte auch der örtliche Pastor, der bei ihm Kai Duwe heißt, eine wichtige Rolle. In das fiktive Personal mischen sich reale Personen, wie etwa auch der Verleger Wolf-Dietmar Stock aus Fischerhude, der im wahren Leben dieses Buch tatsächlich herausgebracht hat. Überhaupt bedient sich Thoden ausführlich bei der Worpsweder Geschichte, reißt einen bunten Reigen an historischen Ereignissen an oder ergeht sich in Andeutungen. Der Leser muss schon große Lust an diesen Themen mitbringen, um auf knapp 150 Jahren zu erfahren, was es denn nun mit dem zerschnittenen Vogeler auf sich hat. Einige Reime, Liedertexte und Wortspiele – auch gerne mal auf Plattdeutsch – sorgen unterwegs für Ablenkung.

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