Worpswede: Jugendfotopreis ausgelobt Mehr als Selfies und Schnappschüsse

Zum dritten Mal wird im Zuge des Worpsweder Fotofestivals Raw auch ein Jugendfotowettbewerb veranstaltet. 14 Sachpreise und eine gemeinsame Ausstellung gibt es für die Teilnehmer von elf bis 20 Jahren.
19.02.2020, 09:47
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Lars Fischer

Worpswede. Noch nie wurde so viel fotografiert wie heute. Seitdem Smartphones mit immer leistungsstärkeren Kameras auch für Jugendliche zum Alltag dazugehören, entstehen Milliarden Bilder Tag für Tag. Dass neben Selfies und Schnappschüssen darunter auch fotografische Meisterwerke sein können, soll der Jugendfotopreis der Volksbank Worpswede zeigen. Bereits zum dritten Mal wird er in Kooperation mit dem Fotofestival Raw in diesem Jahr ausgelobt, und er ist weder technisch noch thematisch beschränkt. „Gib deine Besten!“ lautet das in jede Richtung offene Motto, und wer nicht mit dem Telefon, sondern mit Spiegelreflex- oder anderen Kameras arbeitet, kann ebenfalls mitmachen.

Wie schon 2016 und 2017 gibt es zwei Altersgruppen: von elf bis 15 und von 16 bis 20 Jahren. In jede Gruppe sind die ersten sieben Plätze mit Sachpreisen wie Drohnen, Stativen, Kamerarucksäcken oder Magnetrahmen verbunden, außerdem werden die Siegerbilder ausgestellt. Mitmachen können Jugendliche aus dem Landkreis Osterholz und den angrenzenden Regionen. Sie müssen sich bis zum 17. April online unter www.voba-jugendpreis.de anmelden und ihre Bilder auch über diese Webseite hochladen. Jeder kann bis zu drei Fotos im JPG-Format (bis zu vier Megabyte Größe pro Datei) einreichen.

Danach wählt eine unabhängige Jury die besten Beiträge aus. Neben Thomas Eder von der Volksbank sind dort auch Raw-Festivalleiter Jürgen Strasser, Wiebke Lueken von der Initiative Jung im Museum (Jim), einem weiteren Kooperationspartner, und die WÜMME-ZEITUNG vertreten. Am Freitag, 8. Mai, findet dann um 15 Uhr die Preisverleihung in der Worpsweder Mühle statt. Die Preise werden vom Schirmherrn des Wettbewerbs, Landrat Bernd Lütjen, verteilt, anschließend sind die Arbeiten bis 24. Mai in der Mühle ausgestellt. Damit schließt die Ausstellungszeit direkt an das eigentliche Fotofestival an, dessen Hauptausstellungen in diesem Jahr erstmals auch bis Juni zu sehen sein werden. So erhoffen sich die Verantwortlichen noch mehr Aufmerksamkeit für die Arbeiten und den ungewöhnlichen Ausstellungsort.

Die Bilder werden auf der Webseite des Jugendfotopreises veröffentlicht, und die Teilnehmer, die jegliches Copyright behalten, müssen zuvor einer Veröffentlichung in Kalendern der Volksbank zustimmen. Bei Minderjährigen ist zudem das Einverständnis der Eltern Teilnahmevoraussetzung. Was später auf den Fotografien zu sehen sein soll, ist nicht vorgegeben, es soll keine Einschränkungen geben, so Jürgen Strasser. „Wir wollen vor allem möglichst viele Teilnehmer gewinnen“, so der Profi-Fotograf, der von der Qualität der Beiträge bei den beiden vorherigen Wettbewerben begeistert war. Vor allem sei dabei kaum ein Altersunterschied aufgefallen, berichtet er.

Trotz lockender Preise weiß Jürgen Strasser, dass es nicht einfach ist, Jugendliche zu erreichen und für die Idee zu begeistern. Wichtigste Aufgabe der Verantwortlichen ist daher, den Jugendfotopreis weiter bekannt zu machen. Neben eigenem Webauftritt und verschiedenen, auffälligen Plakatmotiven soll dabei vor allem Jim helfen. Das Kunstvermittlungsprojekt hat viele Verbindungen zwischen Schulen und Museen hergestellt, die jetzt auch für den Fotopreis genutzt werden können. Insbesondere Lehrer seien für sie wichtige Multiplikatoren, so Wiebke Lueken. Auch Sportvereine werde man gezielt ansprechen und einladen mitzumachen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+