Absage an den Landkreis Sportlerehrung ohne Sportschützen

Der Jagd- und Wurftaubenclub Osterholz will nicht an der Sportlerehrung des Landkreises teilnehmen. Der Vereinsvorsitzende Henning Kruse wirft dem Kreis vor, das Interesse am Schießsport verloren zu haben.
02.03.2020, 17:11
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Von Lars Fischer

Worpswede/Osterholz-Scharmbeck. Eine Einladung zur Sportlerehrung des Landkreises Osterholz am 17. März, ausgesprochen von Landrat Bernd Lütjen aufgrund der „Erfolge im vergangenen Jahr“, dürfte für die meisten Vereine eine gute Nachricht sein. Henning Kruse, Vorsitzender des Jagd- und Wurftaubenclubs Osterholz (JWC), ist sie aber bitter aufgestoßen. Seinem Verein ist mit der Einstellung des Schrotschießens auf dem Schießstand Waakhausen die Trainingsstätte abhandengekommen. Die Folge sei, dass Leistungsträger, darunter auch Vincent Haaga als Vizeweltmeister im olympischen Skeetschießen, den Verein verlassen hätten, so Kruse. „Daher verwundert es uns sehr, dass wir zur Sportlerehrung noch eingeladen werden“, schreibt er dem Kreis.

Über Jahrzehnte hätten sich Vertreter des Landkreises sehr gerne mit den nationalen und internationalen Erfolgen der Sportschützen in der Öffentlichkeit präsentiert. Das habe auch einen erheblichen Prestigegewinn für den Landkreis bedeutet, so Kruse. „Die aktuelle Entwicklung bedauern wir sehr, zumal unser Verein sicherlich der erfolgreichste im Landkreis in einer olympischen Disziplin ist.“ Er wirft dem Kreis Osterholz vor, das Interesse an diesem Sport verloren zu haben: „Wurfscheibenschießen ist politisch nicht mehr im Landkreis gewollt, und der Landkreis versagt uns jegliche Unterstützung.“ Der JWC werde daher an der Ehrung nicht teilnehmen.

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