Kunstpreis Worpswede Vorwurf der Vorteilsnahme

Albin Homeyer, umstrittener Stifter und Schirmherr des Kunstpreises Worpswede, macht Front gegen Bürgermeister Stefan Schwenke und stellt Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Verden.
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Von Lars Fischer

Worpswede. Nachdem Albin Homeyer in der Vorwoche in Aussicht gestellt hatte, sich möglicherweise vom Kunstpreis Worpswede zurückzuziehen, geht er nun erneut in die Offensive. Allen Warnungen, die wie berichtet bei dem von ihm anberaumten Krisengespräch im Hotel Village geäußert wurden, zum Trotz leitet er nun auch juristische Schritte gegen Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke ein. In einem öffentlichen Brief hat er den Verwaltungschef schon zuvor der Vorteilsnahme bezichtigt. Nun hat Homeyer mit Schreiben vom 6. Oktober Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Verden gestellt. Neben der Bestechlichkeit im Amt wirft er Schwenke üble Nachrede und damit einhergehend Rufschädigung vor.

Zu Begründung führt Homeyer aus, Schwenke habe seine Teilnahme als Gastredner bei der Kunstpreisverleihung 2016 im Berliner Hotel Adlon an die Bedingung geknüpft, dass der Veranstalter – der inzwischen aufgelöste „Kunstverein Art-Projekt Worpswede Deutschland“ – ihm ein Zimmer in dem Luxushotel bezahlen würde. Kosten: 450 Euro.

Den Vorwurf der „üblen Nachrede“ begründet Albin Homeyer mit einer Äußerung Schwenkes gegenüber der WÜMME-ZEITUNG. Der Bürgermeister hatte die Aktivitäten des Kunstpreisstifters als „völlig absurd“ beschrieben und habe so seinem Ruf einen Schaden zugefügt. Auch habe ihm Schwenke nicht generell untersagt, den Begriff „Worpswede“ für seinen Preis zu benutzen, sondern dies lediglich in Bezug auf den „Kunstpreis Worpswede 2017“ getan.

Schwenke selber, der in dieser Woche im Urlaub ist, hatte bis Mittwochnachmittag noch keine Kenntnis von der Anzeige. Auf Nachfrage beurteilte er das Vorgehen Homeyers als unangenehm und ärgerlich. „Er ist der Beweis, dass man eine Zusammenarbeit mit ihm vermeiden sollte“, so Schwenke.

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