Digitale Lesung in Worpswede Gedenkfeier zum 8. Mai

Eine Kundgebung mit Besuchern steht weiterhin nicht zur Debatte, das Gedenken zum Tag der Befreiung am 8. Mai soll dennoch nicht ausfallen. Eine Worpsweder Initiative bietet eine digitale Lesung an.
06.05.2021, 12:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Lars Fischer

Worpswede. Wie schon beim Gedenktag an die Pogromnacht im vergangenen November oder am Holocaust-Gedenktag im Januar wird auch die Veranstaltung zum Tag der Befreiung am 8. Mai wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant auf dem Worpsweder Rosa-Abraham-Platz stattfinden können. Die Initiative „Nie wieder – Erinnern für die Zukunft – Gemeinsam gegen rechts“ plant aber erneut eine digitale Lesung zum Kriegsende vor 76 Jahren, die am Sonnabend, 8. Mai, im Laufe des Nachmittags über die Webseite http://erinnern-worpswede.de/ abrufbar sein soll.

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Mitglieder der Initiative wollen dort sprechen und in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft und Mitgliedern des Literarischen Quartiers Bremen eine Lesung anbieten. Zur Begrüßung soll Jochen Semken, stellvertretender Bürgermeister Worpswedes, reden. Almut Helvogt und Harro Jenss lesen einen Text Klaus Manns vom Mai 1945, in dem er von seiner Rückkehr nach München für die US Army berichtete. Die Gruppe zieht deutlich auch Bezüge in die Gegenwart und verurteilt in ihrem Aufruf die Attentate von Halle, Hamburg oder Hanau, den Terror der NSU, aber auch die mutmaßlich rechtsextremen Brandanschläge auf Restaurants von Migranten in Syke, Gnarrenburg und Ganderkesee. Sie schreibt: „Das Erinnern an den Tag der Befreiung und das damit verbundene Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg stehen auch im Zeichen des Jubiläumsjahres ,321 bis 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland'“.

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