Hitliste Geringe Wertschöpfung und niedrige Arbeitslosenquote

Ein statistisches Ranking zeigt, wie der Landkreis Osterholz und seine Nachbarn im Deutschland-Vergleich abschneiden.
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Geringe Wertschöpfung und niedrige Arbeitslosenquote
Von Bernhard Komesker

Landkreis Osterholz. Listen und Rankings verheißen die Möglichkeit, sich in einer Zeit des Informationsüberflusses und der Unübersichtlichkeit zu orientieren. Soziologen und Psychologen sind sich einig: Von Vergleich und Wettbewerb gehen Faszination und Ansporn aus. Es gehe den Menschen darum, sich Ziele zu setzen und einen Platz zu finden, so die Forscher. Diskussionsstoff lieferte zuletzt eine Veröffentlichung, in der bundesweit 402 Städte und Landkreise anhand statistischer Daten in eine Reihenfolge gebracht wurden.

Der Deutschland-Vergleich des Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ basiert dabei auf Zahlen des Bundesamts für Statistik. In sieben Kategorien wurden auch die Landkreise Osterholz, Cuxhaven und Rotenburg untersucht. Mit einem Durchschnittsalter von 44,8 Jahren belegen die Osterholzer Rang 143 der ältesten Regionen; der Kreis Cuxhaven (Platz 93) ist mit durchschnittlich 45,7 Jahren noch ein wenig älter, Rotenburg (Wümme) rangiert mit 43,4 Jahren in der zweiten Tabellenhälfte (Platz 271). Den geringsten Altersschnitt bietet die kreisfreie Stadt Freiburg im Breisgau mit 39,8 Jahren, den Höchstwert hat das fast zehn Jahre ältere Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt.

Beim Ausländeranteil reicht die Bandbreite von 1,9 Prozent im Kreis Elbe-Elster (südliches Brandenburg) bis 33,6 Prozent in Offenbach. Cuxhaven und Rotenburg kommen mit jeweils 5,6 Prozent auf die Plätze 300 und 296. Auch nicht viel höher ist der Anteil von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Kreis Osterholz: 5,8 Prozent bedeuten Platz 290.

Das Bruttoinlandsprodukt als Jahresgesamtwert aller Güter und Dienstleistungen ist bezogen auf die Einwohnerzahl eine weitere Kennziffer des Rankings. Bemerkenswert: Der Kreis Osterholz belegt als ausgewiesener Pendler-Landkreis mit 17 800 Euro Platz 399. Das bedeutet: In nur drei Kreisen der Republik lag die Wertschöpfung zuletzt noch niedriger. Cuxhaven schneidet mit 20 400 Euro und Rang 380 nicht viel besser ab, Rotenburg kommt mit 28 200 auf Platz 231. Spitzenplätze belegen dank des Autobaus Wolfsburg und Ingolstadt, die Stadt Bremen rangiert mit 47 300 Euro auf Platz 46.

Glänzen kann Osterholz bei der Arbeitslosenquote: 3,8 Prozent in der Jahresstatistik 2016 bedeuten Rang 287. Auch Rotenburg (4,4 Prozent, Rang 251) schlägt sich wacker, der Kreis Cuxhaven landet mit 5,8 Prozent auf Platz 174. Die geringste Quote meldet das fränkische Eichstätt (1,4 Prozent), Gelsenkirchen hat mit 14,7 Prozent den in diesem Falle negativen Spitzenplatz.

Verglichen wurden außerdem die Mieten 2016. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag mit 15,65 Euro in der Stadt München mit Abstand am höchsten, in Lüchow-Dannenberg wohnte es sich mit 4,25 Euro pro Quadratmeter am günstigsten. Die Osterholzer spüren mit 6,17 Euro oder Rang 199 zumindest stellenweise bereits die Nähe zu Bremen (7,55 Euro, Rang 100), während die Kreise Rotenburg mit 5,75 Euro auf Platz 260 und Cuxhaven mit 5,39 Euro auf Platz 309 schon mit einigem Abstand folgen.

Auf dem Feld der Bevölkerungsentwicklung konnte der Kreis Osterholz zwischen den Jahren 2000 und 2015 um 3,1 Prozent zulegen – 140 Kommunen wuchsen noch schneller, allen voran München-Stadt (plus 20,5 Prozent). Rotenburg legte im selben Zeitraum 1,2 Prozent zu (Rang 189), der Kreis Cuxhaven hingegen verlor runde drei Prozent (Platz 262). Den größten Einwohnerschwund hatte mit minus 22,1 Prozent das thüringische Suhl zu verzeichnen.

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