Gymnasien Lilienthal und Ritterhude gewinnen Fußballturnier des Kreisschülerrats Gleichberechtigt auf dem Platz

Buschhausen. Podolski und Schweinsteiger mischen kräftig mit. Jedenfalls prangen ihre Namen auf den Trikots einiger Akteure - die allerdings wesentlich jünger sind als die beiden deutschen Fußballnationalspieler. Rund 100 Osterholzer Schülerinnen und Schüler kämpfen an diesem Mittwoch auf der Sportanlage des Schulzentrums Buschhausen um Preise und Pokale. Und um die Ehre natürlich. Nach vier Stunden stehen die Sieger fest: Gymnasium Lilienthal beim Jahrgang fünf und sechs, Gymnasium Ritterhude bei sieben und acht.
07.05.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von KLAUS GRUNEWALD

Buschhausen. Podolski und Schweinsteiger mischen kräftig mit. Jedenfalls prangen ihre Namen auf den Trikots einiger Akteure - die allerdings wesentlich jünger sind als die beiden deutschen Fußballnationalspieler. Rund 100 Osterholzer Schülerinnen und Schüler kämpfen an diesem Mittwoch auf der Sportanlage des Schulzentrums Buschhausen um Preise und Pokale. Und um die Ehre natürlich. Nach vier Stunden stehen die Sieger fest: Gymnasium Lilienthal beim Jahrgang fünf und sechs, Gymnasium Ritterhude bei sieben und acht.

Zum dritten Mal hat der Kreisschülerrat des Landkreises Osterholz nach 2006 und 2008 ein Fußball-Turnier organisiert. Etwa zwei Monate dauerte die Vorbereitung. "Jetzt läuft alles nach Plan", zeigen sich Yunes Emir und Tim Helms zufrieden. Die beiden Sprecher des Kreisschülerrates bilden das Organisationsteam "Fußball", das die Fäden in der Hand hält. Pünktlich um 9 Uhr können sie Landrat Jörg Mielke begrüßen, der es sich als Fußballfan nicht nehmen lässt, das Turnier zu eröffnen. Gut zwei Stunden später stehen Schüler, Lehrer und etliche Eltern am Spielfeldrand und feuern ihre Mannschaften an.

Und schnell wird deutlich: Die Kicker in den Trikots des SV Lilienthal-Falkenberg und der TuSG Ritterhude haben in Sachen Taktik und Balltechnik deutliche Vorteile. Verständlich, ist es doch keine Seltenheit, wenn Elf- bis 14-Jährige nach der Schule im Verein trainieren und am Wochenende um Punkte kämpfen.

Mädchen tricksen Jungs aus

Allerdings hat der Kreisschülerrat die Gleichberechtigung ins Spiel gebracht. In jedem Team müssen mindestens vier Mädchen zum Einsatz kommen. Und dass Frauenfußball in Deutschland gerade wegen der bevorstehenden Weltmeisterschaft im eigenen Land einen hohen Stellenwert genießt, demonstrieren an diesem sonnigen Vormittag in den 16 Begegnungen à zwölf Minuten auf dem Kleinfeld auch Osterholzer Schülerinnen. Nicht selten gelingt es ihnen, einen gegnerischen Jungen auszutricksen oder den Torwart zu tunneln.

Sinn und Zweck eines solchen Turniers sei aber nicht nur die sportliche Seite, erklären Yunes Emir und Tim Helms. Genauso wichtig ist es ihnen, sich zu präsentieren und mit den Jungen und Mädchen am Rand des Spielfelds zu kommunizieren. Sie wollen dem Kreisschülerrat ein Gesicht geben, damit es den Pennälern leichter fällt, ihn mit Sorgen und Nöten zu konfrontieren. Tim Helms: "Wir möchten einfach Hemmschwellen abbauen." Das dürfte mit dem nunmehr dritten Fußballereignis dieser Art gelungen sein, wie sich auch Claudia Bode vom Amt für Bildung im Kreishaus sicher ist. Und wie die Siegerehrung schließlich beweist. Yunes Emir und Tim Helms schütteln Hände, verteilen Streicheleinheiten, gesponserte Preise - auch von Werder Bremen - und Pokale im Minutentakt. Und sie unterstreichen noch einmal, was die begeisterten Zuschauer verfolgt haben: Der Kampf um die Spitze war in beiden Jahrgangssparten spannender als der um die Deutsche Fußballmeisterschaft. So konnte sich bei den Fünft- und

Sechstklässlern das Gymnasium Lilienthal nur knapp gegen die Mannschaft des Gymnasiums Ritterhude durchsetzen. Und geradezu hauchdünn fiel die Entscheidung bei den Siebt- und Achtklässlern aus. Die Ritterhuder verwiesen mit dem besseren Torverhältnis (16:0) die Integrierte Gesamtschule OHZ (14:0) auf den undankbaren zweiten Rang. Im Spiel gegeneinander waren keine Treffer gefallen. Zur siegreichen Mannschaft aus Lilienthal gehören Fynn Deminatus, Tom Schröder, Lars Rieken, Lukas Rohdenburg, Florian Tietjen, Fynn Hauschild, Janika Lück, Christin Siemering, Victoria Freiling und Lara Sikora. Und für den Pokalgewinner aus Ritterhude liefen Michael Lickfeld, Denis Mukolla, Nikolai Lehbrink, Niklas Tröger, Henry Ponty, Dario Cordes, Nele Komatowski, Nele Lautenbacher, Aileen Fricke und Paula Bullwinkel auf.

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