Erstes Dorferneuerungsprojekt kann starten Gnarrenburger Spritzenhaus wird umgebaut

Gnarrenburg. Siegfried Dierken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) hat Ortsbürgermeister Ralf Rimkus eine unscheinbare Mappe überreicht. Der Inhalt ist allerdings für die Gemeinde Gnarrenburg ziemlich wichtig: Es ist der erste Bewilligungsbescheid für das Dorferneuerungsprogramm. "Seit 2007 beschäftigen wir uns damit", erklärte Rimkus. Jetzt kann das erste Projekt begonnen werden. "Ein wichtiger Tag für Gnarrenburg", fand Dierken.
24.08.2013, 05:00
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Von Peter Von Döllen

Gnarrenburg. Siegfried Dierken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) hat Ortsbürgermeister Ralf Rimkus eine unscheinbare Mappe überreicht. Der Inhalt ist allerdings für die Gemeinde Gnarrenburg ziemlich wichtig: Es ist der erste Bewilligungsbescheid für das Dorferneuerungsprogramm. "Seit 2007 beschäftigen wir uns damit", erklärte Rimkus. Jetzt kann das erste Projekt begonnen werden. "Ein wichtiger Tag für Gnarrenburg", fand Dierken.

Ein wirklicher Startschuss ist der Bescheid nicht. Mit den Fördergeldern wird das alte Spritzenhaus am Kreisel umgebaut. "Wir wollten zum Abschluss der alten Förderperiode ein Zeichen setzen, erklärte Dierken. Gnarrenburg arbeitet derzeit noch an dem Konzept für die Dorferneuerung. So richtig losgehen wird es erst später in der neuen Förderperiode. Das vorgezogene Einzelprojekt ist eine Art Belohnung für alle Bürger. "Die Arbeiten dauern schon so lange, da soll endlich auch etwas zu sehen sein", sagte Rimkus.

Der Plan sieht einen kleinen Anbau und den Umbau des bestehenden Gebäudes vor. Damit sollen die Bedingungen für das Touristikbüro und die Bücherei verbessert werden. Auch die Gleichstellungsbeauftragte bekommt ein Büro im Gebäude. "Es ist eine Einrichtung, die den Bürgern dient. Die Maßnahme ist für die optische und inhaltliche Entwicklung der Ortschaft wichtig", begründete Dierken die Bewilligung. Die Förderung beträgt 75000 Euro. Der Umbau kostet rund 150000 Euro.

Gnarrenburg war 2007 mit einem Antrag auf Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm gescheitert. Nach der Ablehnung hatte die Gemeinde nachgehakt. Sie sei in einer unglücklichen Lage, hieß es damals: Zu klein für eine Städtebauförderung und zu groß für die Dorferneuerung – da habe Gnarrenburg keine Aussicht auf Förderung. Jetzt eröffnet ein Modellprojekt Chancen: "Der Kern von Gnarrenburg hat einen dörflichen Charakter", so Dierken.

"Das Programm ist deshalb Neuland", stellte Gemeindebürgermeister Axel Renken fest. Er stellte in Aussicht, dass die Gemeinde sich an privaten Maßnahmen beteiligen könnte. Außerdem wolle die Arbeitsgruppe auch Maßnahmen begleiten, die nicht gefördert werden. Ein Beispiel sei der Neubau der Kreissparkasse, bei der die Gemeinde möglichst den Gesamteindruck der Ortschaft wahren will.

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