Stadtverband: Informationspolitik zur „B 74 neu“ ist erschreckend

Grüne wollen Ausgewogenheit

Landkreis Osterholz. Der Osterholz-Scharmbecker Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen kritisiert die Informationspolitik des Landkreises zur möglichen Verlegung der B74. Jens Wendelken, Vorsitzender des Grünen-Ortsverbands, fordert als „Sofortmaßnahme“, dass der Landkreis eine „neutrale und allen Seiten beleuchtende Position einnimmt“.
20.04.2015, 00:00
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Von Christian Valek

Der Osterholz-Scharmbecker Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen kritisiert die Informationspolitik des Landkreises zur möglichen Verlegung der B74. Jens Wendelken, Vorsitzender des Grünen-Ortsverbands, fordert als „Sofortmaßnahme“, dass der Landkreis eine „neutrale und allen Seiten beleuchtende Position einnimmt“.

Die aktuelle Informationspolitik seitens der Behörde bezeichnet er als „erschreckend“. Es könne nicht sein, dass Bürger sich nur auf den Seiten der Interessengruppen informieren könnten, merkt Wendelken an. „Eine umfassende Information über das Vorhaben mit allen Chancen, Risiken, Kosten und Folgeproblemen ist notwendig und muss durch den Landkreis erfolgen“, teilt der Grüne in einer Pressenotiz mit.

Das sei zurzeit aber nicht der Fall. „Dort gibt es nur die Sicht, in die Hammeniederung eine Betonschneise zu schlagen“, ist der Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes überzeugt.

Wendelken kritisiert die „einfallslose Haltung“ der Kreispolitik von SPD und CDU. Deren Vertreter sähen eine Verlegung der Bundesstraße als einzige Alternative an. Grüne und Linkspartei hingegen reklamieren für sich, die Verkehrssituation im Sinne der Bürger ebenfalls verbessern zu wollen. Sie lehnen aber eine Verlegung der Straße in die schützenswerte Hammeniederung ab, so Wendelken

Bürger, die sich im Internet auf der Landkreis-Seite informieren wollen, könnten lediglich auf die Beschlusslage zurückgreifen. „Die Homepage des Landkreises sagt nichts aus“, so Wendelken: Weder konkrete Ziele, noch die Planungsstände oder der Verfahrensablauf würden dort erläutert. „Ebenso fehlt eine ausgewogene Darstellung des Für und Wider des Vorhabens.“ Bei der jetzigen Straßenplanung sei eine Brücke über die Hamme nötig, stellt der Grünen-Chef fest. Der moorige Boden aber sei anspruchsvoll. Und die Wümme-Brücke sei schon heute ein Nadelöhr. „Stört ja keinen“, ätzt Wendelken, „nur die Steuerzahler müssen wieder haften.“

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