Jahresabschlüsse 2019

Klinik und Bredbeck mit schwarzen Zahlen

Schwarze Zahlen prägen die Vorjahresbilanzen des Osterholzer Kreiskrankenhauses und der Bildungsstätte Bredbeck. Der Kreistag billigte jetzt die Überschüsse und belässt das Geld in den kreiseigenen Betrieben.
13.10.2020, 05:38
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Klinik und Bredbeck mit schwarzen Zahlen
Von Bernhard Komesker
Klinik und Bredbeck mit schwarzen Zahlen

Der Kreistag hat den Geschäftsbericht 2019 für das Osterholzer Kreiskrankenhaus beschlossen.

JASPERSEN

Landkreis Osterholz. Applaus, anerkennende Worte und ein einstimmiger Kreistagsbeschluss: Die schwarzen Zahlen des Osterholzer Kreiskrankenhauses haben bei den Abgeordneten für eitel Sonnenschein gesorgt. Wie berichtet, lag der Bilanzgewinn 2019 mit knapp 600 000 Euro um gut 75 000 Euro über den Erwartungen. Der Werksausschuss-Vorsitzende Kai Entelmann (CDU) sagte, das Krankenhaus stehe „in allen Abteilungen hervorragend da“. „Jeder einzelne Mitarbeiter ist ein Glied in der Kette für unser Aushängeschild.“ Er wolle im Namen der Kreispolitik der Leitung und den Beschäftigten einen ganz großen Dank aussprechen, so Entelmann.

In diesem Jahr habe die Landkreis-Klinik die Corona-Herausforderungen bisher ebenfalls mit Bravour gemeistert. Auch wenn noch kein Ende der Pandemie in Sicht sei, so sei es bisher doch bei einem blauen Auge geblieben und einiges laufe nun fast schon wieder normal. „Das verdient Respekt“, lobte der Abgeordnete, und der Kreistagsvorsitzende Peter Schnaars (SPD) ergänzte, er halte es für ein wichtiges Signal, dass der Kreistag hinter der Arbeit des Kreiskrankenhauses stehe.

Die zuletzt 128 geförderten Betten des Hauses verteilten sich auf die Hauptabteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Orthopädie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Die stationäre Auslastung stieg auf 86,1 Prozent – aus zwei Gründen: Die Zahl der Fälle nahm um fast 1,6 Prozent zu, die durchschnittliche Verweildauer ging um 1,2 Prozent auf weniger als sechs Tage zurück. Für die Finanzierung wichtig: Der Schweregrad der Fälle legte im Vorjahr um 1,2 Prozent zu, vor allem beim Gelenkersatz, aber auch in der Geburtshilfe und Gynäkologie sowie bei den Internisten.

Die Zahl der ambulanten Operationen verschob sich zugunsten der stationären OP, wobei die Chefarztambulanzen vor allem bei den Krebs- und den Schulterpatienten steigende Behandlungszahlen zu verzeichnen hatten. Hinzu kam ein gegenüber der Planung verbessertes Ausbildungsbudget.

Auch die kreiseigene Bildungsstätte Bredbeck schrieb im Jahr 2019 schwarze Zahlen. Das hatte zuvor der Betriebsausschussvorsitzende Björn Herrmann (SPD) bekanntgegeben. Statt der erwarteten schwarzen Null kam am Ende ein Überschuss von gut 49 000 Euro heraus. „Das Team hat herausragende Arbeit geleistet“, lobte Herrmann. Er rechne aber fürs laufende Jahr mit schweren Einbußen infolge des Lockdowns und der Pandemie. „Da sind wir als Landkreis gefordert, Verlässlichkeit zu zeigen“, sagte Herrmann. Auch die Kreisverwaltung geht davon aus, dass die Bildungsstätte Bredbeck trotz Kurzarbeit und massiver Einsparungen auf zusätzliche Hilfen in sechsstelliger Höhe angewiesen sein wird.

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