Schwenke informiert über Finanzen Hilfe vom Bund erwartet

Worpswede-Hüttenbusch. Knapp 10,6 Millionen Euro wird die Gemeinde Worpswede in diesem Jahr ausgeben, aber nur etwas über 7,8 Millionen Euro einnehmen. Damit ergibt sich im Ergebnishaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben sowie die Abschreibungen aufgelistet sind, ein Defizit von 2,74 Millionen Euro. Das erklärte Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke jetzt dem Ortsrat von Hüttenbusch in dessen jüngster Sitzung.
14.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von johannes kessels

Worpswede-Hüttenbusch. Knapp 10,6 Millionen Euro wird die Gemeinde Worpswede in diesem Jahr ausgeben, aber nur etwas über 7,8 Millionen Euro einnehmen. Damit ergibt sich im Ergebnishaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben sowie die Abschreibungen aufgelistet sind, ein Defizit von 2,74 Millionen Euro. Das erklärte Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke jetzt dem Ortsrat von Hüttenbusch in dessen jüngster Sitzung.

Eingehender beraten als der gesamte Haushaltsentwurf wurde der Teilhaushalt11, der für Hoch- und Tiefbau zuständig sind. Einige Maßnahmen betreffen die Ortschaft Hüttenbusch: Für 10000 Euro soll in den Kindergarten eine neue Heizung eingebaut werden, 60000 Euro werden für die Erneuerung des Bodens in der Turnhalle eingeplant.

Für 145000 Euro wird die Heudorfer Straße zwischen Kirchdamm und Nullgrabendamm erneuert, und zwar auf einem 400 Meter langen Stück mit Asphalt, auf den restlichen 700 Metern mit Klinkerpflaster. Das Fahrgestell für ein neues Feuerwehrauto wurde bereits im vorigen Jahr angeschafft, inzwischen steht es bei einem Aufbauhersteller, der für den Feuerwehraufbau 157000 Euro berechnen wird. Am Dorfgemeinschaftshaus sollen im Rahmen der Dorferneuerung die Außenanlagen aufgewertet werden, wofür die "Rüstigen Rentner" ihre Hilfe zugesagt haben.

Worpswede habe als kleine Gemeinde Schwierigkeiten, seine Aufgaben zu erfüllen, sagte Stefan Schwenke in der Sitzung des Ortsrats. Dabei gehe es der Gemeinde wie dem Landkreis Osterholz, der ebenfalls klein und strukturschwach sei und deshalb wohl kaum in der Lage, seine Zukunft allein zu bewältigen. Beide seien auf Gedeih und Verderb von der konjunkturellen Lage im Land abhängig.

Noch dazu habe Worpswede einen Standortnachteil, da es weit entfernt von einer Autobahnauffahrt liege und umgeben sei von Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten, die zum Teil sogar in den Ort hineinragten. "Wir müssen auch in unser kulturelles Erbe als Künstlerdorf investieren, auch wenn dies als freiwillige Aufgabe gilt", sagte Bürgermeister Stefan Schwenke. Worpswede könne es sich nicht leisten, darauf zu verzichten. Eigentlich habe der Ort gesamtstaatliche Bedeutung, so dass in der jetzigen Notlage der Bund einspringen müsse. Nach diesen Erläuterungen nahm der Ortsrat den Haushalt zur Kenntnis.

Ebenfalls einverstanden war er mit der Gebührenkalkulation für die Turnhalle. Da die Gemeinde von den Vereinen Nutzungsgebühren kassiert, muss sie alle drei Jahre eine Kalkulation vorlegen. Dabei stellte sich heraus, dass die Benutzungsgebühren im Jahr 2670 Euro ergeben. Das sind nur sieben Prozent der entstehenden Kosten von 38300 Euro. Von dem angestrebten Kostendeckungsgrad von 30 Prozent ist man also weit entfernt. Da eine Vervierfachung der Gebühren aber unzumutbar für die Vereine sei, verzichtete der Hüttenbuscher Ortsrat ebenso wie die Gemeindeverwaltung darauf, eine Erhöhung vorzuschlagen.

Der letzte Tagesordnungspunkt der Ortsratssitzung galt der Außenbereichssatzung Heudorf, die nach der Beteiligung der Behörden noch einmal von Planerin Dagmar Renneke vorgestellt wurde. In der Heudorfer Straße mit Ausnahme des Teilstückes gegenüber der Einmündung Heudorfer Trift, außerdem im Schwarzen Weg, sollen auf den Grundstücken in Maßen neue Wohnhäuser gebaut werden können. Auch dieser Satzung, die weniger regelt als ein Bebauungsplan, stimmte der Hüttenbuscher Ortsrat zu.

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