Timo Kück sammelte im Dorf für die lebensrettende Anschaffung / Offizielle Übergabe beim Tag der offenen Tür am 2. Oktober Hüttenbuscher Feuerwehr hat jetzt einen Defibrillator

Worpswede-Hüttenbusch. Manchmal sind es wenige Minuten oder nur Sekunden, die lebensrettend sein können. Das weiß Timo Kück, der sich seit seinem zehnten Lebensjahr bei der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenbusch engagiert. Doch zur Lebensrettung braucht es auch das notwendige Gerät. Anfang des Jahres hatte der engagierte Feuerwehrmann die Idee, einen Defibrillator, einen Schockgeber für Notfallpatienten mit Herzstillstand, zu beschaffen. In Absprache mit seinen Kameraden und der Gemeinde Worpswede hat er die notwendigen Geldmittel ganz unbürokratisch beschafft. Monatelang ist er im Dorf von Haus zu Haus gegangen und hat Spenden gesammelt.
24.09.2011, 05:00
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Von Cornelia Hagenah

Worpswede-Hüttenbusch. Manchmal sind es wenige Minuten oder nur Sekunden, die lebensrettend sein können. Das weiß Timo Kück, der sich seit seinem zehnten Lebensjahr bei der Freiwilligen Feuerwehr Hüttenbusch engagiert. Doch zur Lebensrettung braucht es auch das notwendige Gerät. Anfang des Jahres hatte der engagierte Feuerwehrmann die Idee, einen Defibrillator, einen Schockgeber für Notfallpatienten mit Herzstillstand, zu beschaffen. In Absprache mit seinen Kameraden und der Gemeinde Worpswede hat er die notwendigen Geldmittel ganz unbürokratisch beschafft. Monatelang ist er im Dorf von Haus zu Haus gegangen und hat Spenden gesammelt.

Timo Kück hat an vielen Haustüren geklingelt und auf die Spendenbereitschaft der Hüttenbuscher gesetzt. Seine Erwartungen wurden erfüllt und jetzt kann das angeschaffte Gerät, das fest in einem der Einsatzfahrzeuge befestigt ist, für die Lebensrettung eingesetzt werden. Am Tag der offenen Tür, den die Hüttenbuscher Feuerwehr in diesem Jahr am 2. Oktober anbietet, wird der Defi, wie er im Fachjargon genannt wird, offiziell übergeben.

"Am Anfang war es eine kleine Idee, die Leben retten kann", meint Timo Kück. Dieses Gerät hätte einfach in der Ausrüstung gefehlt. Er spricht aus Erfahrung. Ein Defibrillator kann bei Einsätzen wie der Crash-Rettung und auch bei Großveranstaltungen, die die Feuerwehr begleitet, ein wichtiges kleines Gerät sein. In größeren Städten sind diese Geräte an öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfen und Flughäfen schon angebracht, und auf den Rettungswagen sind sie selbstverständlich auch verfügbar. Das medizinische Gerät kommt bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern zum Einsatz, indem durch starke Stromstöße die normale Herzaktivität wieder hergestellt wird. Es ist einfach zu handhaben: Eine digitale Stimme gibt genau vor, welche Schritte der Benutzer des Gerätes einzuhalten hat. Es wird ausschließlich zur Reanimation bei Kammerflimmern eingesetzt, könne aber in bestimmten Situationen, wenn eine Pulsmessung aufgrund von starker Lärmentwicklung oder Regen schwierig ist,

unterstützend eingesetzt werden, wie Kück erzählt. Er sieht somit die Notwendigkeit für die Hüttenbuscher Feuerwehr, ein solches Gerät mitzuführen. Dementsprechend hat er auf die Mithilfe der Bevölkerung gehofft, die alle seine Erwartungen übertraf. Begeistert ist er von den Hüttenbuscher Bürgern, die bereit waren sich an der Finanzierung des kleinen Koffers, in dem sich das digitale Gerät befindet, zu beteiligen. Nach Feierabend, hauptberuflich ist Timo Kück Öl- und Gasfeuerungsmonteur, hat sich der 33-Jährige auf den Weg gemacht und an vielen Türen geklingelt und Zuspruch für seine Idee gefunden. Es habe ihm viel Spaß gemacht, meint er und zeigt sich beeindruckt vom Zusammenhalt der Gemeinde. Von den Hüttenbuscher Vereinen ist Kück ebenfalls begeistert, denn auch sie haben die Idee unterstützt und zur Beschaffung des Schockgebers beigetragen. Im August konnte das Gerät im Wert von 2500 Euro erworben werden und zusätzlich ein Rucksack mit einer Beatmungsmaske, einer Halskrause und

Ausrüstung zur Erstversorgung. Beide Anschaffungen sind jetzt im neuen Einsatzwagen der Feuerwehr installiert und können im Notfall eingesetzt werden. Denn wie Timo Kück, der nicht nur Gruppenführer, sondern auch Stellvertretender Gemeindebrandmeister ist, herausstellt, ist schnelles Handeln bei der Lebensrettung ganz wichtig.

Die Hüttenbuscher Bürger werden am Sonntag, 2. Oktober, die Möglichkeit haben, sich nicht nur das Gerät anzuschauen, sondern auch erklären zu lassen. An diesem Tag präsentiert sich die freiwillige Feuerwehr. Dann gibt es auch eine offizielle Übergabe durch einen Gemeindevertreter. Weiterhin wird die Feuerwehr anschaulich ihre Arbeit vorstellen. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr werden Einsatzübungen vorgeführt. Bei einer Crash-Rettung wird beispielsweise mit einem Spreizer ein PKW aufgeschnitten. Hier können Besucher im Nachhinein auch einmal selbst Hand anlegen, um die schwierige Arbeit nachzuvollziehen. Auch eine Fettexplosion gehört zum Programm und Interessierte können sehen, was mit einer Dose Haarspray unter Hitzeeinfluss passiert. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Der Tag der Offenen Tür der Hüttenbuscher Feuerwehr findet am 2. Oktober von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände der freiwilligen Feuerwehr an der Schulstraße in Hüttenbusch statt.

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