Beim bundesweiten Känguru-Vergleich belegen Lilienthaler und Grasberger Schüler wieder vordere Plätze

Im Mathe-Wettbewerb geglänzt

Grasberg·Lilienthal. Logisches Denken, Strukturieren, Kombinieren, Schätzen, geometrisches Vorstellungsvermögen – all dies spielt im täglichen Leben eine wichtige Rolle. Das erklärt Mathematiklehrerin Marlene Muchow, und genau das sei der Grund, warum sie Jahr für Jahr Freiwillige für die Teilnahme beim Känguru-Mathematik-Wettbewerb anmelde.
23.05.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Petra Scheller und Klaus Göckeritz

Logisches Denken, Strukturieren, Kombinieren, Schätzen, geometrisches Vorstellungsvermögen – all dies spielt im täglichen Leben eine wichtige Rolle. Das erklärt Mathematiklehrerin Marlene Muchow, und genau das sei der Grund, warum sie Jahr für Jahr Freiwillige für die Teilnahme beim Känguru-Mathematik-Wettbewerb anmelde. Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Grasberg, aus der Clara-Klasse, waren diesmal besonders erfolgreich. Besonders Line Voigt. Sie hat den zweiten Platz belegt.

Noch erfolgreicher war ein Schüler der Grundschule Trupermoor. Bennet Pohl aus der Klasse 4b hat zum zweiten Mal in Folge einen ersten Platz belegt. In diesem Jahr bekam er dazu noch die Auszeichnung für den weitesten Sprung – und damit das Känguru-T-Shirt als Preis. Und außerdem gab es einen großen Chemiebaukasten.

Rund 1,6 Prozent der Teilnehmenden in ganz Deutschland sind Zweite geworden. Ein Vergleich unter den Schulen gibt es absichtlich nicht. Ziel sei es, „das mathematische Leben an den Schulen zu unterstützen“. Da spiele es keine Rolle, ob die Nachbarschule besser oder schlechter sei, heißt es seitens der Veranstalter. Das ist in Deutschland der Verein Mathematikwettbewerb Känguru mit Sitz in Berlin. Die Wettbewerbs-Idee stammt eigentlich aus Australien. Dort fand der Kontest 1978 zum ersten Mal in Sydney statt. Von dort aus verbreitete sich die Idee, Kindern die Freude an der Mathematik zu vermitteln, über die ganze Welt. Vor 21 Jahren fand der Wettbewerb zum ersten Mal hierzulande statt. Damals gerade mal an drei Schulen und mit 184 Schülerinnen und Schülern. Inzwischen sind es weit über 10 300 Schulen und rund 852 000 Teilnehmende. Die Auswertung folgt zentral. Die logische Kombination steht bei den Aufgaben im Vordergrund. Plumpes auswendig lernen von Formeln helfe bei der Lösung der Aufgaben nicht weiter. Offenheit für die Sachverhalte, logische Schlussfolgerungen und schnelles kombiniertes Denken seien gefragt.

Line Voigt hat sich auf diese Art zu denken zuhause vorbereitet. Im Unterricht sei dafür oft keine Zeit, räumt IGS-Schulleiterin Karina Kögel-Renken ein. Da gebe es schon ein bisschen „Bildungsungerechtigkeit“, räumt die Mathematikerin ein. Sie habe sich einfach ein paar Übungsaufgaben aus dem Netz geladen, erzählt Line. Im Unterricht gehe es oft ums Rechnen, weniger um Mathematik. Der Wettbewerb findet jedes Jahr zur gleichen Zeit statt: am dritten Donnerstag im März. Um die Vorbereitung müssen sich Kinder und Jugendliche selbst kümmern. Unterlagen dafür gibt es im Netz unter dem Stichwort Känguru- Wettbewerb. Hier klicken sich Jahr für Jahr immer mehr Neugierige durch die Seiten. Teilnahmebedingungen, Übungsaufgaben und Preisvergabe sind dort ausführlich erklärt. In diesem Jahr haben Fünftklässler ab 90 Punkten den zweiten Platz belegt. Line hat 92,25 Punkte erreicht. „Glückwunsch!“, sagt Schulleiterin Kögel-Renken an alle Kinder, die teilgenommen haben. Viel wichtiger als die Punktzahl sei die Lust an der Mathematik und die Teilnahme überhaupt.

Der Lilienthaler Bennet Pohl hat seine Fähigkeiten bestätigt und seinen ersten Platz aus dem Vorjahr wiederholt. Aber auch sonst ist in der Grundschule Trupermoor offenbar viel mathematische Kompetenz zu Hause. Beim diesjährigen Wettstreit haben 66 Jungen und Mädchen mitgemacht. Wie Schulleiterin Irmela Birck-Spreckels mitteilt, haben Elias Pulmann (2a), Simon Kohl (3a), Mathis Stolz (3a) und Lilian Pulmann (4a) dritte Plätze erreicht.

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