Dritte Impfgruppe kommt

Warteliste wird bald wieder länger

Niedersachsen plant die Öffnung weiterer Impfgruppen. Der Landkreis Osterholz empfiehlt daher: Wer schon heute impfberechtigt ist, sollte sich nun auf die Warteliste setzen lassen, sofern noch nicht geschehen.
22.04.2021, 07:00
Lesedauer: 2 Min
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Warteliste wird bald wieder länger
Von Bernhard Komesker
Warteliste wird bald wieder länger

Schutz vor dem Corona-Virus (Symbolfoto): Der Landkreis Osterholz erinnert daran, wer aktuell impfberechtigt ist.

Matthias Bein

Landkreis Osterholz. Weil das Land Niedersachsen nun bald auch den Menschen aus der dritten Prioritätengruppe ein Impfangebot macht, sollten sich Impfberechtigte der ersten beiden Gruppen nun bald auf die Warteliste setzen lassen, sofern noch nicht geschehen. Das empfahl am Mittwoch der Landkreis Osterholz in einer Pressemitteilung. Es sei damit zu rechnen, dass die Warteliste, die am Wochenende stark schrumpfen soll, mit der Öffnung für die dritte Gruppe in Kürze wieder wachsen werde. Dann müssten sich auch diejenigen einreihen, die eigentlich früher dran sein sollen.

Derzeit impfberechtigt sind alle Menschen, die über 70 Jahre alt sind sowie Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen für ältere und pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden. Aus bestimmten medizinischen Gründen sind ebenfalls vorrangige Impfungen möglich. Dazu zählen demenziell Erkrankte sowie Menschen mit einer geistigen Behinderung oder einer schweren psychiatrischen Erkrankung.

Gleiches gilt bei schweren chronischen Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen, bei Adipositas (Body-Mass-Index über 40), einer Organtransplantation oder Diabetes Mellitus mit Komplikationen. Wer nach individueller ärztlicher Beurteilung ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf im Falle einer Corona-Infektion hat, kann ebenfalls jetzt schon an die Reihe kommen, ferner jeweils bis zu zwei enge Kontaktpersonen von häuslich Pflegebedürftigen über 70 oder von Schwangeren.

Einige Berufsgruppen wie etwa Pflegekräfte können ebenfalls schon jetzt vorrangig geimpft werden; ausdrücklich genannt wird das Personal aus Notaufnahmen, Intensivstationen, Rettungsdiensten, Impfzentren und aus medizinischen Einrichtungen, die besonders gefährdete Patienten behandeln, betreuen oder pflegen; Personal in Einrichtungen für Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung; auch Beschäftigte, die in Arztpraxen regelmäßig Patientenkontakt haben, gehören dazu, desgleichen Polizei- und Ordnungskräfte mit hohem Infektionsrisiko im Dienst; außerdem Mitarbeitende aus Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, Mitarbeitende aus Grund- und Förderschulen sowie Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst.

Dieser Kreis der Impfberechtigten wird demnächst vergrößert, weil weitere Impfstofflieferungen von Astra-Zeneca angekündigt seien, so die Osterholzer Behörde. Sie betont: „Astra-Zeneca ist wie alle anderen bisher zugelassenen Impfstoffe hoch wirksam.“ Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle diesen Impfstoff für Personen ab 60 Jahre, denn das Risiko für schwere Nebenwirkungen sei „in dieser Altersgruppe verschwindend gering“. Das gelte insbesondere im Vergleich zum deutlich erhöhten Risiko einer schweren Erkrankung am Coronavirus bei älteren Menschen.

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