Samtgemeindepolitiker informieren sich über Umgestaltung des Axstedter Schulhofs / Kleinspielfeld für 2015 geplant In den Pausen soll der Ball rollen

An die Flurwände der Grundschule am Billerbeck in Axstedt haben die Schüler ihren Traum vom Pausenhof gehängt. Bunte Bilder mit fröhlichen Kindern, Klettergerüsten, Bolzplatz und vielen weiteren Attraktionen. Ein bisschen davon soll nun realisiert werden: Der Schulausschuss befürwortete den Bau eines Bolzplatzes.
21.11.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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In den Pausen soll der Ball rollen
Von Brigitte Lange

An die Flurwände der Grundschule am Billerbeck in Axstedt haben die Schüler ihren Traum vom Pausenhof gehängt. Bunte Bilder mit fröhlichen Kindern, Klettergerüsten, Bolzplatz und vielen weiteren Attraktionen. Ein bisschen davon soll nun realisiert werden: Der Schulausschuss befürwortete den Bau eines Bolzplatzes.

Der Pausenhof der Grundschule Am Billerbeck in Axstedt hält Lehrer und Eltern seit Jahren auf Trab. Bereits im Jahr 2006 war klar, dass er saniert werden, Spielgeräte erneuert, der Belag angefasst werden müsse. Vieles ist seitdem gemacht worden. Aber abgeschlossen ist das Projekt bis heute nicht – und das wird es vor 2022 wohl auch nicht sein. Bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Hambergen wurde nun über den nächsten Schritt der Schulhof-Umgestaltung gesprochen. Diskussionsinhalt war ein einzelnes Projekt, das aus finanziellen Gründen gesplittet und über zwei Jahre gestreckt werden soll.

Die Mitglieder des Ausschusses waren von dem Vorschlag angetan, den Bauamtsmitarbeiter Bernd Schröder ihnen präsentiert hatte. Im Kern geht es darum, dass die asphaltierte Fläche, das Herzstück des Pausenhofs, in ein Kleinspielfeld mit Gummibelag umgewandelt werden soll. Außen herum sollen die Flächen gepflastert beziehungsweise teils auch bepflanzt werden. Schröder schlug nun vor, dass im kommenden Jahr zunächst der Bolzplatz selbst hergerichtet werden soll. Also: alter Asphalt raus, neuer Unterbau rein und Spielfeldbelag drauf.

Als eine Art Sicherheitsabstand solle gleichzeitig ein gepflasterter Streifen von 50 bis 75 Zentimetern rund um das Bolzfeld entstehen. Dieser soll verhindern, dass der neue Spielfeld-Rand bei den für das Jahr 2016 geplanten Folgearbeiten nachträglich beschädigt wird.

Aktuell bereitet die Fläche vor allem nach Regengüssen Probleme. Das Wasser läuft nicht recht ab, Pfützen bleiben zurück. Vor allem in der frostigen Jahreszeit können deshalb Teile des Hofes nicht von den Schülern genutzt werden. Zu groß ist die Verletzungsgefahr. Angesichts dieser Problematik fragten Ausschussmitglieder nach, wie es um die Entwässerung des Bolzplatzes stehe? Müsse eine Drainage gelegt werden? Kann das Wasser abfließen? Eine klare Antwort konnte Bernd Schröder dem Gremium auf diese Fragen noch nicht geben. „Ob eine Drainage benötigt wird, ist noch nicht klar; das muss eine Fachfirma noch ermitteln“, sagte er.

Natürlich wollten die Politiker auch etwas zu den Kosten wissen. Die Verwaltung teilte ihnen mit, dass das beteiligte Architektenbüro für die Errichtung des zwölf mal 22 Meter großen Spielfeldes etwa 30 000 Euro veranschlagt habe. Für die sich anschließende Umpflasterung des Spielfeldes, die 2016 realisiert werden soll, nimmt das Büro Kosten in Höhe von 35 000 Euro an – macht 65 000 Euro für das Gesamtprojekt ohne Eigenleistung.

Die Mitglieder des Fördervereins der Grundschule am Billerbeck in Axstedt würden zwar gern mit anpacken. Allerdings sieht die Verwaltung bei diesem Projekt wenig Spielraum dafür. „Es ist schwierig für den Verein, hier Eigenleistung einzubringen“, bemerkte Friedhelm Lütjen, Erster Samtgemeinderat von Hambergen. Für um so wichtiger halte er es, frühzeitig darüber zu sprechen, wie und wann der Förderverein sich dennoch engagieren könne.

Vorsitzender zeigt Verständnis

Christian Hünken, Vorsitzender des Fördervereins, bestätigte, dass sie der Schule und den Eltern ihre 100-prozentige Unterstützung zugesagt hätten. „Doch beim Spielfeld sehe ich das auch, dass wir wenig machen können.“ Schließlich müsse das Feld am Ende vom TÜV abgenommen werden. Für eine Eigenleistung könne der Verein beispielsweise keine Garantien übernehmen. Geld zu „verbrennen“, komme für sie aber auch nicht infrage.

Tatenlos will der Förderverein dennoch nicht sein. „Wir sind bereits tätig geworden“, berichtete Hünken dem Gremium. So habe man bereits Firmen in der Samtgemeinde angeschrieben und um finanzielle Unterstützung gebeten. „Und vielleicht lassen sich auch einige Arbeiten über Sponsoring machen“, sinnierte er laut.

Beim Gremium und bei Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock fiel diese Ausführung auf fruchtbaren Boden. „Ich denke, wir sollten uns je nach Abschnitt zusammensetzen und gucken, was gemacht werden kann“, wandte Kock sich direkt an den Förderverein.

Positiv fiel letztlich auch das Votum des Gremiums aus: Einstimmig empfahl es dem Rat der Samtgemeinde, die Kosten für das Projekt in die Haushalte 2015 und 2016 einzustellen.

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