Infektionsalarm Katzenpilz in der Lilienthaler Schroeterschule

An der Lilienthaler Schroeterschule wurde bei einem Kind der Katzenpilz diagnostiziert. Die Schule wurde bis in die Nacht hinein desinfiziert, das Rathaus rät allen Eltern, auf Symptome zu achten.
19.09.2017, 18:50
Lesedauer: 1 Min
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Katzenpilz in der Lilienthaler Schroeterschule
Von Antje Borstelmann

Infektionsalarm gab es gestern Abend in der Lilienthaler Ratssitzung. An der Schroeterschule wurde bei einem Kind der Katzenpilz diagnostiziert. Mikrosporie, wie der hoch ansteckende Katzenpilz bei Medizinern heißt, springt schon nach kurzem Hautkontakt von Tieren auf den Menschen über. Die Folge: Es juckt, schuppt, und zerstört die Kopfhaare.

Im Mittelmeerraum ist das Micsoporum canis besonders weit verbreitet. Aber auch Stubentiger auf deutschen Bauernhöfen können mit dem Fadenwurm infiziert sein. Äußerlich sind die befallenen Tiere kaum von gesunden Artgenossen zu unterscheiden. Beim Menschen zeigt sich der aggressive Pilz dagegen relativ schnell und deutlich. Hat er eine Hautstelle befallen, bilden sich dort stark juckende, rötliche Stellen. Die weiten sich aus und bilden ringförmige Rötungen mit klar erkennbarem Rand. Bei schwerem Befall können sich zusätzlich Knötchen und Wasserbläschen bilden. Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird nicht nur durch Tiere oder von Mensch zu Mensch übertragen, sondern auch schon bei der Berührung „kontaminierter“ Gegenstände.

Wie der zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Weinert gestern in einer dringenden Mitteilung des Bürgermeisters bekannt gab, seien alle verfügbaren Hausmeister und Reinigungskräfte zusammengezogen worden, um die Schroeterschule bis in die Nacht hinein umfassend zu desinfizieren. Damit soll eine Schließung der Grundschule verhindert werden. In der Einrichtung werden zudem Desinfektionseinrichtungen aufgebaut.

Dennoch, so Jürgen Weinert, könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich bereits andere Kinder angesteckt hätten. Er riet allen Eltern, auf eventuelle Symptome zu achten und bei entsprechenden ersten Anzeichen sofort einen Hautarzt aufzusuchen.

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