Antrag abgelehnt / Topf für Notfälle Kein Zuschuss für Rasenmäher

Worpswede. Geld aus der Gemeindekasse für die Anschaffung eines gebrauchten Rasenmähers? Gibt es nicht. Einstimmig lehnte der Finanzausschuss den Antrag des TSV Neu Sankt Jürgen ab. Ohne detaillierte Rechnung und den Nachweis der Bedürftigkeit sei ein Zuschuss angesichts der Finanzmisere der Gemeinde nicht zu verantworten – da waren sich Stefan Böttjer und Gesa Wetegrove von der SPD mit den Christdemokraten Paul Rodig und Hubert Hahndrich einig. Auch Harm Bruns und Hans-Helmut Pein von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) forderten Nachweise für Kosten und eine Notlage.
11.01.2013, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Michael Wilke

Worpswede. Geld aus der Gemeindekasse für die Anschaffung eines gebrauchten Rasenmähers? Gibt es nicht. Einstimmig lehnte der Finanzausschuss den Antrag des TSV Neu Sankt Jürgen ab. Ohne detaillierte Rechnung und den Nachweis der Bedürftigkeit sei ein Zuschuss angesichts der Finanzmisere der Gemeinde nicht zu verantworten – da waren sich Stefan Böttjer und Gesa Wetegrove von der SPD mit den Christdemokraten Paul Rodig und Hubert Hahndrich einig. Auch Harm Bruns und Hans-Helmut Pein von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) forderten Nachweise für Kosten und eine Notlage.

Der Heimatverein in Neu Sankt Jürgen geht ebenfalls leer aus. Der Einbau einer behindertengerechten Toilette war teurer als geplant, dem Verein fehlen über 13000 Euro. Die Gemeinde wird keinen Euro beisteuern. "So leid’s mir tut", bedauerte Paul Rodig. "Die Sinnhaftigkeit der Maßnahme steht außer Frage."

Die Gemeinde zahlt nur noch in Notfällen. Da müssten Vereine schon nachweisen, dass ohne Zuschuss die Jugendarbeit gefährdet wäre oder dass sie keinen Fußball mehr anbieten könnten, erklärte Holger Lebedinzew, Verwaltungsvertreter des Bürgermeisters. "Aber ,Ich kann den Rasen nicht mähen’ reicht nicht." Die Gemeinde kann es sich längst nicht mehr leisten, Geld für Vereine locker zu machen, wenn die Finanzierungsprobleme haben. Jeder Zuschuss muss mit neuen Schulden bezahlt werden. Momentan fehlen Worpswede zirka 9,7 Millionen Euro, um die laufenden Ausgaben zu bezahlen.

Um Vereinen in akuten Notlagen zu helfen, stockte der Finanzausschuss den Notfall-Topf von 1500 auf 5000 Euro auf. Das schlug Paul Rodig vor, und der Beschluss war einstimmig.

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