KGS Hambergen Ein emotionaler Abschied

Die KGS Hambergen hat 182 Absolventen verabschiedet. Es war eine sehr emotionale Schulentlassungsfeier.
26.06.2022, 16:45
Lesedauer: 2 Min
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Von apa

Hambergen. Für 182 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen neun und zehn der Kooperativen Gesamtschule (KGS) am Wällenberg beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Mit dem Ende der Schulzeit in Hambergen streben viele Absolventen dem Berufsleben entgegen. Sie müssen damit zahlreiche lieb gewonnene Gewohnheiten ablegen. Wie groß der Trennungsschmerz bei vielen Schülern ist, zeigte sich beispielhaft bei der Verabschiedung der Klasse 10/5. 

Das positive Klima in der Klasse offenbarte sich den zahlreichen Gästen der Abschiedsfeier in der Uwe-Brauns-Halle schon, als die Absolventen die Bühne betraten. Klassenlehrerin Anika Miller präsentierte ihre Schülerschar mit der  Abbildung einer Lokomotive.

Sportlich und diskussionsfreudig

Sehr emotional verlief die abschließende Vorstellung der Klassengemeinschaft. Leni-Anett Keese versagte hin und wieder die Stimme, als sie ihre persönlichen Erinnerungen an die vier gemeinsamen Jahre im Klassenverband schilderte. Die 10/5 galt intern als eine Gruppe diskussionsfreudiger und sportlicher Schüler. Das Verhältnis zu den Klassenlehrerinnen, so war zu hören, sei gut und vertrauensvoll gewesen, viele Freundschaften würden wohl erhalten bleiben.

Die weiteren Klassengemeinschaften sind auf launige Art und Weise vorgestellt worden. Die Rückschau der Klasse 10/3 hatte Emily Vescovi vorgenommen. Die junge Lübberstedterin mit dem Faible für Journalismus hat ihren erweiterten Realschulabschluss erreicht und wird ihre Schullaufbahn an der IGS Osterholz-Scharmbeck fortsetzen. Nach dem Abitur soll ein Studium der Kommunikationswissenschaften folgen. „Ich möchte später beim Radio arbeiten“, verrät Emily von ihren Plänen. Sie ist zuversichtlich, dass das auch klappen wird.

Blank liegende Nerven

„Kurz vor Schluss lagen die Nerven bei vielen Schülern blank“, resümierten die Jahrgangsleiterinnen Anika Miller und Kim Triebe mit Blick auf die Abschlusszeugnisse. „Wo sonst entspanntes Laissez-Faire herrschte, kam hier und da doch Torschlusspanik auf“, fanden die Lehrerinnen und verglichen den Abschluss mit einer Metamorphose in der Biologie. Von Kindern zu  Erwachsenen seien die Absolventen in den vergangenen Jahren gereift.

Für die Schulleitung begrüßte Janett Pundsack die Schüler und deren Gäste in der Sporthalle. Nach der langen Pandemiezeit freuten sich alle Beteiligten auf eine Feier in gewohntem Rahmen. Besondere Erwähnung fand an dieser Stelle die Leistung von Josi Segger, die mit einem Notendurchschnitt von 1,5 beste Absolventin des Jahrgangs wurde.

„Es ist ein bittersüßer Abschied“, schloss Janett Pundsack und appellierte an den Wertekompass jedes Einzelnen in den aktuell sehr unsicheren Zeiten. „Denkt nach“, forderte sie abschließend, „und glaubt nicht jede Nachricht unreflektiert“.

Selbstbewusstsein empfohlen

Für die Samtgemeinde wünschte Bürgermeister Gerd Brauns (SPD) den Absolventen der neunten und zehnten Klassen alles Gute und erinnerte an das Ende seiner eigenen Schulzeit, „bei der ich auch noch nicht vorhatte,  Bürgermeister zu werden“. „Startet selbstbewusst in euren nächsten Lebensabschnitt“, riet Brauns und betonte das gute Rüstzeug, das die Absolventen auf der IGS fürs Leben mitbekommen hätten.

„Du hast mich erlöst, Herr“, zitierte Hambergens Pastor Björn Beißner aus der Bibel und empfahl den ausscheidenden Schülern zum Schulende, „neue Perspektiven zu suchen und Gott als Begleiter zu erfahren“. Schließlich übergaben die ausscheidenden Schülervertreter ihre Ämter an die Nachfolger. Der Chor der IGS begleitete die Abschlussveranstaltung musikalisch. In mehreren Darbietungen lockerten die Sängerinnen und Sänger die Veranstaltung auf. Mit der Übergabe der Zeugnisse endete der offizielle Teil der Verabschiedung. Danach dürfte sie sich wohl noch lange  im privaten Rahmen fortgesetzt haben.   

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