Worpswede Klavierlieder, gekleidet im Klanggewand der Gegenwart

Worpswede (msö). Wenn vom Klavierlied die Rede ist, denken die meisten Musikliebhaber wohl an die Romantik, an Kompositionen von Robert Schumann oder Franz Schubert. Doch diesem Genre, in dem das Klavier sowohl solo als auch als Begleitinstrument auftauchen kann, sind auch zeitgenössische Tondichter durchaus zugewandt.
31.10.2014, 00:00
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Von Michael Schön

Wenn vom Klavierlied die Rede ist, denken die meisten Musikliebhaber wohl an die Romantik, an Kompositionen von Robert Schumann oder Franz Schubert. Doch diesem Genre, in dem das Klavier sowohl solo als auch als Begleitinstrument auftauchen kann, sind auch zeitgenössische Tondichter durchaus zugewandt. Davon kann man sich beim dritten Konzert des Worpsweder Musikherbstes überzeugen, das am morgigen Sonnabend, 1. November, stattfindet. Zu Gast im Gemeindesaal Alte Schule, An der Kirche 5, sind die Sopranistin Angela Postweiler und die Pianistin Hwa-Kyung Yim. Beginn ist um 20 Uhr.

Konzertveranstalter Podium Worpswede weist darauf hin, dass mehrere Komponisten der an diesem Abend gespielten und gesungenen Lieder im Gemeindesaal anwesend sein werden. „Sie werden ihre Werke erläutern und auch die anderen bei uns aufgeführten Stücke kommentieren“, erklärte Ursula Siefken-Schulte, Vorsitzende des Musikherbst-Trägervereins. Die Komponisten stünden nach Konzertschluss auch für Fragen der Zuhörer zur Verfügung.

Angela Postweiler ist künstlerisch eng verbunden mit der Bremer Dommusik und dem „vocalLAB nederland“. Sie gastierte auf internationalen Festivals. Ihr Repertoire ist weit gefasst. Sie schöpft aus Alter und Neuer Musik, Lied, Oratorium und szenischer Produktion. Die in Seoul geborene Hwa-Kyung Yim war mit 14 Jahren bereits Solistin im nationalen Sinfonieorchester. Sie studierte in Essen, Hannover und Freiburg und hatte von 2004 bis 2011 an der Universität von Ulsan eine Professur inne. Beide Musikerinnen sind Dozentinnen an der Hochschule für Künste, Bremen.

Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Younghi Pagh-Paan („Zahllose Sterne“ für Frauenstimme und Klavier von 2013, Ali Gorji („En Brèche“ für Stimme von 2013), Dieter Schnebel („Bagatellen“ für Klavier von 1986), Luigi Nono („Djamila Boupacha“ für Sopran Solo) und Kilian Schwoon („Lip sync“ für eine Stimmperformerin von 2013).

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