DRK-Ortsverein lädt Freiwillige auch heute zum Blutspenden in die Stadthalle ein / Verlosung von Freikarten Kleiner Pieks mit großer Wirkung

Ein kleiner Pieks für den Spender – eine große Hilfe für den Empfänger: Der Ortsverein Osterholz-Scharmbeck des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rief für gestern und heute wieder zum Blutspenden auf. In der Stadthalle der Kreisstadt sorgt das vielköpfige Organisationsteam um Birgit und Hans-Werner Tietjen neben der Verpflegung auch für etwas Spannung.VON CHRISTIAN MARKWORT
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Von Christian Markwort

Ein kleiner Pieks für den Spender – eine große Hilfe für den Empfänger: Der Ortsverein Osterholz-Scharmbeck des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rief für gestern und heute wieder zum Blutspenden auf. In der Stadthalle der Kreisstadt sorgt das vielköpfige Organisationsteam um Birgit und Hans-Werner Tietjen neben der Verpflegung auch für etwas Spannung.VON CHRISTIAN MARKWORT

Osterholz-Scharmbeck. Jeder Teilnehmer der Blutspende-Aktion des DRK kann sich nach der Blutentnahme bei einem kleinen Imbiss stärken. Außerdem verlost der hiesige DRK-Ortsverein unter allen Spendern Freikarten für das "Feuerwerk der Turnkunst – Next Generation", das am 6. Januar in der ÖVB-Arena in Bremen stattfindet.

Für Sarah Zander und Jessica Stelljes ist die Verlosung jedoch nicht der eigentliche Grund ihres Kommens. "Ich möchte gerne anderen Menschen in einer Notlage helfen", erklärt die 18-jährige Sarah, die zum ersten Mal Blut spendet. Ihre 19-jährige Freundin Jessica ist ebenfalls ein "Frischling" und nach dem Ausfüllen des umfangreichen Fragebogens ein wenig nervös. "Ich weiß nicht genau, was mich gleich erwartet", meint sie leise, als sie die Halle betritt. Dort stehen Dutzende Liegen für die Spender bereit, und zahlreiche Helfer und Spender wuseln hin und her. "Einfach ganz ruhig bleiben", versucht Hans-Werner Tietjen die beiden jungen Frauen aufzumuntern und zu beruhigen.

Wo ist die Vene?

Nach dem Empfang werden beide erst einmal einem Gesundheitscheck unterzogen, bei dem Temperatur und Blutwerte überprüft werden. Anschließend geht es zum Arzt, der jeden Spender eingehend belehrt und aufklärt. Mögliche Risiken werden dargestellt und Gründe aufgezeigt, die eine Spende verhindern könnten. Dann übernehmen die Arzthelfer die Spender und führen sie zu den Entnahmestationen.

Mit viel Fingerspitzengefühl führt Anke Rippe die Nadel in die Vene von Jessica ein – und sofort schießt das Blut in den Beutel. Knapp einen halben Liter lässt sich die Auszubildende abnehmen, nach wenigen Minuten wird sie von einer Helferin zur Ruhestation begleitet. "Einigen kann nach der Entnahme etwas schwindelig werden", erklärt Hans-Werner Tietjen den "Geleitschutz". Nach weiteren zehn Minuten stärkt sich die junge Frau mit Cola und kleinen Häppchen im Imbiss.

Bei Sarah dagegen gestaltet sich die Blutentnahme schwierig. "Ich finde keine Vene", sagt ein Helfer. Auch der herbeigerufene Arzt kann die Kanüle nicht einführen. Nach mehreren Versuchen geben die Mediziner auf. "Das wird heute nichts mehr", erklären sie der verhinderten Spenderin.

Trotz ihrer deutlich erkennbaren Enttäuschung will sich diese jedoch nicht von weiteren Spendenaktionen abhalten lassen. "Ich werde mal meinen Hausarzt fragen, wie so etwas passieren kann", sagt sie und lächelt bereits wieder. Noch nie sei ihr bei anderen Blutentnahmen etwas dazwischengekommen. "Vielleicht war ich heute zu aufgeregt", grübelt die 18-Jährige. Trotzdem: "Ich komme bestimmt wieder", betont sie, "schließlich möchte ich auch Blutspenden bekommen können, wenn ich mal welche brauche."

Auch heute stehen die Türen in der Stadthalle zwischen 14 und 20 Uhr für freiwillige Blutspender offen. "Jeder Interessierte kann mit wenigen Tropfen ein Menschenleben retten", betonen die Organisatoren vom DRK-Ortsverein. Detaillierte Informationen über Voraussetzungen, Einsatzbereiche der Spenden sowie eine ausführliche Übersicht mit weiteren Spendenterminen und -orten sind auf der Internetseite www.blutspende-nstob.de zu finden.

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