Kreis Osterholz denkt über Änderung der Sportrichtlinien nach Kleinst-Zuschüsse auf dem Prüfstand

Landkreis Osterholz. Die Sportrichtlinien des Landkreises werden möglicherweise künftig eine Klausel über die Mindesthöhe von Zuschüssen erhalten. Anlass für diese Überlegungen liefert der SV 'Vorwärts' Buschhausen, dem für die Reparatur des Ballfangzaunes auf dem Sportplatz an der Wattloge mit 77,75 Euro unter die Arme gegriffen werden soll.
11.06.2010, 05:55
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Von Lutze Rode

Landkreis Osterholz. Die Sportrichtlinien des Landkreises werden möglicherweise künftig eine Klausel über die Mindesthöhe von Zuschüssen erhalten. Anlass für diese Überlegungen liefert der SV 'Vorwärts' Buschhausen, dem für die Reparatur des Ballfangzaunes auf dem Sportplatz an der Wattloge mit 77,75 Euro unter die Arme gegriffen werden soll. Kreistagspolitiker wie Johann Holler (Wählergemeinschaft) finden, dass solche Mini-Beträge nicht im Verhältnis zu dem Verwaltungsaufwand stehen, den Anträge dieser Art verursachen.

Während der Sitzung des Sportausschusses sprachen sich letztlich alle Kreistagspolitiker dafür aus, dass den Buschhausern der Zuschuss gewährt werden sollte. Gleichzeitig kündigte Kreisdezernentin Heike Schumacher an, dass man bei der nächsten anstehenden Änderung der Sportrichtlinien überlegen sollte, ob nicht ein Mindestbetrag festgeschrieben wird.

Im Sportausschuss ging es am Mittwoch jedoch nicht nur um Kleckerbeträge bei den Zuschüssen für Erneuerungen und Reparaturen von Sportstätten. So soll der TV 'Gut Heil' Axstedt eine Zuwendung von bis zu 17 124 Euro erhalten, die für die Sanierung des 40 Jahre alten Fußballumkleidehauses verwendet werden. Ähnliches hat der FC Hansa Schwanewede vor, der unter anderem die Umkleideräume und Toilettenanlagen im Heidestadion auf Vordermann bringen will. Mit einem Betrag von bis zu 14 156 Euro will sich der Landkreis an den Gesamtkosten beteiligen, so das einhellige Votum des Sportausschusses.

Auf die Liste der Zuschuss-Empfänger kommt nach dem Willen der Politiker auch der ATSV Scharmbeckstotel mit einem Betrag von maximal 4376 Euro für die Grundsanierung des zweiten Sportplatzes. Bis zu 1000 Euro soll der Wallhöfener Schützenverein für die Sanierung der Toilettenanlage in der Schützenhalle bekommen, während der SV Aschwarden mit einem Betrag von bis zu 767 Euro bedacht werden soll, um mit dem Geld die Erneuerung des Ballfangzaunes zu einem Drittel zu finanzieren.

Leer ausgehen wird dagegen der Segelclub Hamme, der auf eine Zuwendung für die Dachsanierung des Vereinsheims gehofft hatte. Niemand zweifelt daran, dass das Flachdach undicht ist und es Sinn macht, ein Satteldach oben drauf zu setzen. Doch nach Auffassung des Landkreises handelt es sich bei den genutzten Räumlichkeiten nicht um eine Sportstätte, sondern um Aufenthaltsräume, die zudem als öffentliche Gaststätte, dem 'Skipper-Treff', betrieben werden. Die Sportrichtlinien des Landkreises greifen hier nicht, so das Fazit der Verwaltung.

Einen Überblick erhielten die Politiker über die Nutzung der kreiseigenen Sporthallen durch die Vereine. Tenor: Hallenzeiten zu bekommen ist schon jetzt manchmal nicht einfach. Zuspitzen dürfte sich die Situation nach Meinung der Ausschussmitglieder, wenn der Ganztagsschulbetrieb weiter ausgebaut werden sollte und die Schulen die Hallen verstärkt auch am Nachmittag in Beschlag nehmen.

Der Ausschuss ging am Dienstag auch auf Reisen, um sich einzelne Sportstätten anzusehen. Los ging es beim Reitclub 'Tempo' in Ritterhude, danach steuerte man per Bus den SV Grün-Weiß Beckedorf und den Sportpark Weser-Geest in Neuenkirchen an.

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