Kreisschülerrat Osterholz fordert bessere Lernbedingungen

Landkreis Osterholz. Die Unterrichtsversorgung und die Qualität des Lehrangebots ist an vielen Schulen im Landkreis Osterholz mangelhaft - zu diesem Schluss kam der Kreisschülerrat Osterholz im Rahmen seiner jüngsten Sitzung. Gleichzeitig machten die Teilnehmer noch verschiedene andere Problemfelder an den von ihnen vertretenen Schulen aus.
22.01.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christian Markwort

Landkreis Osterholz. Die Unterrichtsversorgung und die Qualität des Lehrangebots ist an vielen Schulen im Landkreis Osterholz mangelhaft - zu diesem Schluss kam der Kreisschülerrat Osterholz im Rahmen seiner jüngsten Sitzung. Gleichzeitig machten die Teilnehmer noch verschiedene andere Problemfelder an den von ihnen vertretenen Schulen aus.

Nach Angaben von Ratssprecher Jan Lause aus Lilienthal hapere es vielerorts vor allem an der allgemeinen Hygiene und dem Zustand vieler Toilettenräume. "In der Regel gibt es dort keine Warmwasserversorgung", kritisiert Lause und weist außerdem auf eine fehlende, grundsätzliche Vorsorge zur Keimabtötung sowie der Vermeidung von Ansteckungen bei gemeinsamer Nutzung der Nasszellen hin. Lause: "Es fehlt unter anderem an der regelmäßigen Auffüllung von Seifenspendern oder Papiertüchern."

Die Schülervertreter haben vor dem Hintergrund aller Problemfelder einen Katalog mit zahlreichen Forderungen zusammengestellt. Dabei stehen mehr und besser ausgebildete Lehrkräfte im Mittelpunkt, außerdem hoffen die Mitglieder auf höhere Budgets sowie die stärkere Einbeziehung von Schülern in die Gebäude- und Pausenhofgestaltung. Auch die kontinuierliche Versorgung mit gesundem Essen oder drohender Bewegungs- und Motivationsmangel standen auf der Tagesordnung. "Manchmal finden Aktionstage mit positiver Resonanz oder konstruktiven Vorschlägen statt", lobte Lause. Häufig gebe es allerdings lediglich ungesunde Zwischenmahlzeiten oder nur Süßigkeiten in den Schul-Kiosken. Die Folge sei eine generelle Tendenz zum ungesunden Lebenswandel.

Auf lange Sicht fordert der Kreisschülerrat außerdem die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems zugunsten von Gesamtschulen. Es sei nicht sinnvoll, junge Menschen mit möglicherweise unentdecktem Potential bereits im Alter von elf Jahren in die Kategorien "Erfolg" oder "Misserfolg" einzusortieren und sie gegebenenfalls der Frustration zu überlassen. Darüber hinaus fordern Lause und seine Mitstreiter ein höheres Sicherheitsbewusstsein an den Schulen. "Regelmäßige Übungen zu verschiedensten Szenarien wie Amokläufen, Feuern oder anderen Notfällen sind unbedingt erforderlich", ist nicht nur Jan Lause von der Notwendigkeit schulischer Notfallpläne für den Ernstfall überzeugt.

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