Kreistag votierte für Grundsatzbeschluss / Das Areal wird für Parkplätze gebraucht Kreistag für Grundsatzbeschluss: OKD-Haus wird plattgemacht

Landkreis Osterholz. "Wir müssen in großen Dimensionen denken", hatte Karsten Schöpfer, Leiter der Stabsstelle Tourismus beim Landkreis, neulich verlangt. Die Freunde und Förderer der Museumsanlage sowie die Mitglieder der Kulturstiftung und des Vogelmuseums hörten genau hin. Wie berichtet, plant der Kreis, viel Geld zum zukunftsweisenden Umbau der Einrichtung dazuzugeben. Die Kreistagsmitglieder diskutierten das Thema jetzt erneut. Von großen Dimensionen war nicht die Rede. Es ging um das relativ kleine Wohnhaus des früheren Oberkreisdirektors auf dem Museumsgelände.
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Von Lutz Peter Kaubisch

Landkreis Osterholz. "Wir müssen in großen Dimensionen denken", hatte Karsten Schöpfer, Leiter der Stabsstelle Tourismus beim Landkreis, neulich verlangt. Die Freunde und Förderer der Museumsanlage sowie die Mitglieder der Kulturstiftung und des Vogelmuseums hörten genau hin. Wie berichtet, plant der Kreis, viel Geld zum zukunftsweisenden Umbau der Einrichtung dazuzugeben. Die Kreistagsmitglieder diskutierten das Thema jetzt erneut. Von großen Dimensionen war nicht die Rede. Es ging um das relativ kleine Wohnhaus des früheren Oberkreisdirektors auf dem Museumsgelände.

Abriss oder nicht? Und wenn ja, wann? Das waren die zentralen Fragen, um die sich die Fraktionen stritten. Die SPD und die CDU legten entsprechende Anträge vor. Die kleineren Fraktionen von Grünen und FDP beanspruchten eine Sitzungsunterbrechung, um Position zu beziehen. Sie habe "Bauchschmerzen", bezog Heidi Kupsch seitens der Liberalen zuvor Stellung. Es sei für sie nicht nachvollziehbar, warum vor allem die SPD es dermaßen eilig habe, das leerstehende OKD-Haus dem Erdboden gleichzumachen. Es gebe ?zig Häuser im Kreis, die ungenutzt rumständen - und weiter stehen würden.

"Dieses Haus des früheren Oberkreisdirektors Hans-Dieter v. Friedrichs steht nicht einfach so rum", meldete sich darauf hin Karl Schönemeier zu Wort. Der Sozialdemokrat sah in der Position von Kupsch eine gewisse Portion Naivität. Die Immobilie verursache Kosten. "Es ist besser, sie abzuräumen, um dort Parkplätze zu schaffen", bezog er sich auf eine "Machbarkeitsstudie" für den Umbau und die Modernisierung der Museumsanlage. Kalkulierte Kosten: 3,5 Millionen Euro - inklusive 58 neuer Parkplätze zur Steigerung der jährlichen Besucherzahl von zurzeit 7000 auf 38000. Nach Abzug der zur erwartenden Fördermittel muss der Kreis mit 1,3 Millionen Euro Eigenanteil fürs Museumsprojekt rechnen. Willi Seidel hatte seitens der CDU dafür plädiert, das "Optimum zwischen einer verträglichen Investitionssumme und einer Steigerung der Besucherzahl zu erreichen". Dazu sei ein Konzept zu erarbeiten und dem Kreistag im März vorzulegen.

Für die SPD zählt das OKD-Haus definitiv nicht zum Konzept. Die Sozialdemokraten wollten es mit ihrem Antrag "umgehend" beseitigt sehen. Schließlich stimmten sie einem Mehrheitsbeschluss zu, der die Eile aus dem Antrag nimmt. Werner Schauer, Dezernent für Finanzen beim Kreis, machte auf Nachfrage die Kosten-Nutzen-Rechnung auf: Der notwendigste Unterhalt der Immobilie koste den Kreis 500 Euro jährlich - der Abriss "20- bis 25000 Euro". Die Rechnung ginge trotzdem auf. "Um das Haus auf den neuesten Stand zu bringen", müssten wir einen sechsstelligen Betrag investieren."

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