Vollsperrung der Kreisstraße 51

Kritik aus Hagen und Sandstedt

Hagen·Sandstedt. Der Ton in der Debatte um die seit Jahren überfällige Sanierung der Kreisstraße 51 zwischen der Autobahnabfahrt Hagen und dem Ort Sandstedt ist schärfer geworden. Nach der Aussage des Ersten Kreisrates, Günter Jochimsen, an der Vollsperrung der Straße während der Arbeiten gehe kein Weg vorbei.
16.07.2010, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Harry Laube

Hagen·Sandstedt. Der Ton in der Debatte um die seit Jahren überfällige Sanierung der Kreisstraße 51 zwischen der Autobahnabfahrt Hagen und dem Ort Sandstedt ist schärfer geworden. Nach der Aussage des Ersten Kreisrates, Günter Jochimsen, an der Vollsperrung der Straße während der Arbeiten gehe kein Weg vorbei (wir berichteten aktuell), kommt jetzt eine gemeinsame Breitseite von Samtgemeinde Hagen und Gemeinde Sandstedt als Antwort.

Tenor: Bei der Sanierung des Fährzubringers auf der anderen Weserseite sorge der Landkreis Wesermarsch dafür, dass die Fähre während der Baumaßnahmen erreichbar bleibe. Die Fahrbahn - trotz gleicher Bodenverhältnisse - würde nur halbseitig gesperrt. Scheinbar werde dem Bestand der Schnellfähre Sandstedt-Brake dort eine höhere Bedeutung beigemessen - immerhin sei 'die Fähre fester Bestandteil in Katastrophenschutz- und Notfallplänen', wie Jürgen Grundmann, der Stellvertreter von Samtgemeindebürgermeister Susanne Puvogel und Sandstedter Gemeindedirektor gestern deutlich machte.

Grundmann weiter: 'Die Samtgemeinde Hagen und die Gemeinde Sandstedt sind erfreut darüber, dass der Landkreis Cuxhaven die provisorische Baustellenumfahrung nicht mehr kategorisch ablehnt. Vor dem Hintergrund der Wichtigkeit der Fähre und ihrer Erreichbarkeit, auch während der Bauphase, halte ich die Mehraufwendungen für eine provisorische Baustellenumfahrung für unbedingt gerechtfertigt und notwendig.' Grundmann begründet dies zum einen damit, die Existenz der Fähre nicht aufs Spiel zu setzen. Zum anderen werde die Fähre auch von Fahrzeugen frequentiert, die den Wesertunnel zur Weserquerung gar nicht oder nur zu bestimmten Zeiten nutzen könnten. 'Gegebenenfalls muss über einen baubedingten Verlustausgleich, der auch förderfähig sein könnte, nachgedacht werden.

'Dass der Landkreis Cuxhaven überhaupt keine Möglichkeit für einen halbseitigen Ausbau der K51 mit einseitiger Verkehrsführung im Baustellenbereich aus technischen Gründen sieht, kann nicht nachvollzogen werden, da nur wenige Kilometer entfernt auf der anderen Weserseite die Landesstraße zwischen der Fähre und der Ortschaft Golzwarden bei gleichen technischen Problemen und gleichem Untergrund mit einer halbseitigen Sperrung durchgeführt werden soll', zeigt Grundmann möglich Alternativen auf. 'Scheinbar wird dort dem Bestand der Schnellfähre eine höhere Bedeutung beigemessen.'

Wenig hilfreich findet dabei der Stellvertretende Samtgemeindedirektor den 'Hinweis' des Ersten Kreisrates Jochimsen, den Ausbau der K51 weiter zu verschieben. 'Dadurch wird die Fährproblematik nicht gelöst, und der Landkreis Cuxhaven wird seiner Verantwortung für den Zustand der K51 und den Bestand der Fähre nicht gerecht', mahnt Grundmann.

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