Anwohner klagen über Belastung / Montag Bürgerversammlung Lärm auf der K 11 bleibt Reizthema in Waakhausen

Worpswede. Die Kreisstraße 11 bleibt ein Reizthema in Waakhausen. Die Klagen über die Lärmbelästigung durch den neuen Belag reißen nicht ab. Das Thema steht auf der Tagesordnung einer Bürgerversammlung, zu der Bürgermeister Stefan Schwenke und Ortsvorsteher Wolfgang Wedelich einladen. Sie beginnt am Montagabend, 11. März, um 19 Uhr in der Gaststätte Dreyer an der Viehlander Straße 7.
08.03.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Wilke

Worpswede. Die Kreisstraße 11 bleibt ein Reizthema in Waakhausen. Die Klagen über die Lärmbelästigung durch den neuen Belag reißen nicht ab. Das Thema steht auf der Tagesordnung einer Bürgerversammlung, zu der Bürgermeister Stefan Schwenke und Ortsvorsteher Wolfgang Wedelich einladen. Sie beginnt am Montagabend, 11. März, um 19 Uhr in der Gaststätte Dreyer an der Viehlander Straße 7.

Bereits im November sorgte der Natursplitt auf der Fahrbahn der K 11 für Empörung. "Schlimmer als eine Autobahn" sei das, stöhnte Hans-Georg Thölken über den Verkehrslärm. Man könne ab fünf Uhr morgens, wenn der Berufsverkehr rolle, kein Fenster öffnen (wir berichteten).

Ende August hatte der Landkreis die Kreisstraße zwischen Worpswede und Moorhausen mit einem neuen Verfahren sanieren lassen. An zwei Tagen verteilten Baufahrzeuge 550 Tonnen Natursplitt auf der sechs Kilometer langen Strecke. Kreisdezernent Richard Eckermann warb um Verständnis und versuchte, die Anwohner zu beruhigen. In der Tat sei es in den ersten Monaten lauter, räumte er ein. Der Splitt werde durch die Autos und Lkw in die Fahrbahn gedrückt, das sei ein bundesweit praktiziertes Verfahren. Anfangs sei der Lärmpegel hoch, doch nach den ersten Monaten werde es immer leiser, bis schließlich kein Mensch mehr davon spreche.

Betroffene Bürger sehen und hören das anders. Alexander Goldschweer hat sich am 18. Februar per Mail an den zuständigen Amtsleiter im Kreishaus gewandt. Die angegebenen vier bis sechs Monate seien um, doch sei die Geräuschbelastung keineswegs geringer geworden. "Ich möchte Ihnen mit dieser E-Mail nochmals deutlich machen, dass die Geräuschbelastung für die Anwohner viel zu hoch ist", betonte der Waakhauser. Diese Rückmeldung habe er von zahlreichen Betroffenen bekommen. "Außerdem schlagen beim Befahren der Straße immer noch regelmäßig lose Steinchen gegen die Fahrzeuge und verursachen Beschädigungen." Goldschweer fragt, welche Maßnahmen geplant seien, um den Lärm zu senken. Er vermutet Fehler in der Bauausführung und fragt den Landkreis, ob er die Baufirma zur Behebung der Mängel aufgefordert habe.

In seinem freundlich formulierten elektronischen Brief plädiert der Waakhauser für einen Ortstermin und fordert den zuständigen Amtsleiter auf, am Montag zur Bürgerversammlung zu kommen. Der Landkreis könne an der Versammlung nicht teilnehmen, "da der Termin leider im Vorfeld nicht mit uns abgestimmt wurde", bedauerte Landkreis-Sprecher Marco Prietz gestern auf Nachfrage der Redaktion. Dezernent und Amtsleiter hätten vor längerer Zeit andere Termine vereinbart. Für Gespräche mit Waakhauser Bürgern stehe die Kreisverwaltung jedoch zur Verfügung. Auch sei der Landkreis bereit, "in größerer Runde die Diskussion über die Eigenschaften des Asphalts zu führen und umfassend zu informieren."

Bei der Bürgerversammlung geht es nicht nur um die K 11. Bürgermeister und Ortsvorsteher berichten über wichtige Angelegenheiten der Ortschaft. Die Bürger können Wünsche und Kritik äußern, Anregungen geben und Anträge stellen.

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