Corona-Impfzentrum eröffnet

Erste Impfungen in der Osterholzer Stadthalle

Das zentrale Corona-Impfzentrum im Kreis Osterholz ist planmäßig gestartet. Am Montag erhielten etwa 150 Impfwillige in der Osterholzer Stadthalle den Piks.
15.02.2021, 17:21
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Erste Impfungen in der Osterholzer Stadthalle
Von Felix Wendler
Erste Impfungen in der Osterholzer Stadthalle

Willi-Walter Pundt gehörte zu den ersten Geimpften in der Stadthalle.

CARMEN JASPERSEN

Landkreis Osterholz. Auf den Parkplätzen der Osterholzer Stadthalle herrschte am Montagvormittag reger Verkehr. Wenige Stunden zuvor hatte im Inneren das zentrale Impfzentrum des Landkreises Osterholz seine Türen geöffnet. Nachdem bislang mobile Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen unterwegs waren, erfolgen die Impfungen gegen das Coronavirus nun an einem festen Standort – vorerst vor allem für Personen über 80 Jahre, die einen Termin zugewiesen bekommen haben. Der Start in der Stadthalle sei planmäßig verlaufen, so Landrat Bernd Lütjen.

156 Termine habe das Land Niedersachsen für den ersten Tag vergeben, in den nächsten Tagen sollen jeweils 180 Personen den Piks bekommen. Somit sei das avisierte Ziel von 900 Erstimpfungen für diese Woche erreichbar, sagt Landkreis-Sprecherin Jana Lindemann. Auch wenn sich einige Abläufe erst einspielen müssten, habe die Taktung gut funktioniert. Über mehrere Stationen werden die Impfwilligen durch die Stadthalle geleitet. Dabei gibt es zwei separate Wege, auch Impfstraßen genannt, um Ansammlungen zu vermeiden. Im Inneren helfen mehrere Ansprechpartner dabei, zur richtigen Station zu gelangen. „Das hat auf jeden Fall geklappt. Es war sehr gut organisiert“, sagte Imme Lindenau kurz nach ihrer Impfung. Wie viele andere an diesem Tag wurde sie von Verwandten zur Stadthalle gefahren. Keine halbe Stunde habe der Termin gedauert – die vorgeschriebene Ruhepause von 15 Minuten nach dem Piks inklusive. Schmerzhaft sei die Nadel überhaupt nicht gewesen, meinte die 86-Jährige. Probleme habe es lediglich im Vorhinein gegeben, einen Termin zu bekommen.

Über ähnliche Probleme bei der Terminvergabe berichtete eine weitere, gerade geimpfte Frau. Die Impfung selbst sei reibungslos und schmerzfrei abgelaufen, die verwendete Nadel sehr dünn. „Davor braucht wirklich niemand Angst zu haben“, sagte sie. Beim Landkreis zeigt man sich wiederum erfreut über die Disziplin der impfwilligen Bürger. Viele hätten alle notwendigen Formulare schon ausgefüllt mitgebracht und seien überpünktlich eingetroffen. „Das ist löblich, aber eine Viertelstunde vorher da zu sein, reicht vollkommen aus. Sonst wird der Wartebereich zu voll“, so Lindemann.

Während die Impfungen laufen, verzeichnet der Landkreis 47 Neuinfektionen für die vergangene Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt von zuletzt 27,2 auf 37,7. Im gleichen Zeitraum verstarben zudem drei Menschen an oder mit dem Coronavirus.

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