Katastrophenschutz Landkreis sammelt Warntag-Eindrücke

Schräge Töne aus dem Handy und ungewöhnlich lange heulende Sirenen: Der Warntag brachte Überrraschendes mit sich. Der Landkreis Osterholz will das Geschehen nun auswerten und bittet um Hinweise per E-Mail.
08.12.2022, 15:33
Lesedauer: 1 Min
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Landkreis sammelt Warntag-Eindrücke
Von André Fesser

Landkreis Osterholz. Es war kaum ein Entkommen – und genau so sollte es auch sein. Anlässlich des bundesweiten Warntages hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Donnerstag auf gleich mehreren Kanälen Probealarme ausgelöst. Um 11 Uhr ging es los: Handys schrillten, Sirenen heulten, auch über Radio- und Fernsehsender wurden Probewarnmeldungen verbreitet. Und wer Warn-Apps wie Nina oder Katwarn auf seinem Smartphone installiert hat, bekam auch auf diesem Weg einen Hinweis auf die Probewarnung.

Ein Vertreter der Osterholzer Kreisverwaltung kam in einer ersten Einschätzung zu einem überwiegend positiven Ergebnis. Die App-Warnungen hätten Stand Donnerstagnachmittag im Landkreis Osterholz planmäßig funktioniert. Bei der Warn-App Biwapp sei es aber teilweise zu technischen Problemen bei der Öffnung der App gekommen. Somit sei die komplette Warnmeldung teilweise nur mit zeitlicher Verzögerung zu lesen gewesen. Die Ursache werde der Landkreis nun im Nachgang mit dem Dienstleister klären.

Daneben wurde eine Warnmeldung über den Warnkanal „Cell Broadcast“ an Millionen Smartphones versandt. Wer die Meldung empfing, konnte sie kaum überhören. Im Laufe des Tages mehrten sich aber die Nachrichten, dass einige die Information überhaupt nicht empfangen hatten. Mit dem CB-Verfahren können theoretisch sämtliche eingeschalteten Smartphones erreicht werden, ohne dass die Nutzer zusätzlich eine App installieren müssen. Praktisch erfüllen jedoch nicht alle Geräte die technischen Voraussetzungen. Schätzungen zufolge sind gut 50 Prozent der Mobilfunkgeräte in der Lage, CB-Meldungen zu empfangen. 

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Zum Warn-Test wurden im Landkreis Osterholz auch die Sirenen eingesetzt. Nach Verwaltungsangaben haben die Anlagen im Kreisgebiet um 11 Uhr flächendeckend wie vorgesehen ausgelöst. Um 11.20 Uhr heulten die Sirenen erneut auf – mit einem 60-sekündigen Dauerton zur Entwarnung.

Die Kreisverwaltung will den Warntag in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Gemeinden und der Stadt nun auswerten und bittet die Bevölkerung dabei um Unterstützung: Hinweise über nicht ausgelöste oder eingeschränkt hörbare Sirenen werden per E-Mail an katastrophenschutz@landkreis-osterholz.de  entgegengenommen.

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