rung ab Winterschäden an Kreisstraßen fast behoben / Fahrbahndecken und Ränder auf 6,5 Kilometer Länge repariert Landkreis schließt Sonder-Sanie

Grasberg·Landkreis. Der vergangene Winter war hart und lang. Den kommunalen Bauhöfen ging zwischenzeitlich sogar das Streusalz aus. Die Straßen haben landkreisweit unter dem Dauerfrost gelitten. Jetzt sind die schlimmsten Schäden behoben. Gestern zog Landrat Jörg Mielke in Grasberg die Bilanz eines Winterschäden-Sonderprogramms für Kreisstraßen.
21.10.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Göckeritz

Grasberg·Landkreis. Der vergangene Winter war hart und lang. Den kommunalen Bauhöfen ging zwischenzeitlich sogar das Streusalz aus. Die Straßen haben landkreisweit unter dem Dauerfrost gelitten. Jetzt sind die schlimmsten Schäden behoben. Gestern zog Landrat Jörg Mielke in Grasberg die Bilanz eines Winterschäden-Sonderprogramms für Kreisstraßen.

Dazu hatte der Chef der Kreisverwaltung an die Adolphsdorfer Straße in Grasberg gebeten. Kein Zufall: Einerseits wurde die schnurgerade Verbindung auf moorigem Untergrund gegründet und ist deshalb potenziell reparaturanfällig, andererseits ist durch den strengen Winter ein vergleichsweise großer Reparatur- und Sanierungsbedarf in der Gemeinde Grasberg entstanden. Und drittens handelt es sich in Adolphsdorf um die mit Abstand teuerste Einzelmaßnahme des Sonderprogramms.

In Adolphsdorf an der Kreisstraße 29 sei viel Erde bewegt worden, stellte auch Baudezernent Richard Eckermann beim Ortstermin fest. In der Summe wurden auf dem rund 4,3 Kilometer langen Abschnitt allein 300 Kubikmeter an Schottertragschicht, 750 Tonnen Asphalttragschicht und 675 Kubikmeter Bankettmaterial bewegt und verbaut. Dazu kamen noch stattlichere Mengen an Asphaltbinder und Asphaltbeton.

Im Vorfeld, so erklärten die Bauexperten des Landkreises, mussten unter anderem Teile der Fahrbahn abgefräst und mit Materialien wieder auf die planmäßige Höhe gebracht werden. Andere Teile der Fahrbahn wurden mit einer neuen Deckschicht überbaut, an weiteren Abschnitten brachten die Mitarbeiter der beteiligten Firmen aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz und aus Bremen den Fahrbahnrand durch eine Schotterschicht und Asphalt wieder in Ordnung. Insgesamt schlug die Sanierung und Asphaltierung der Straße mit 380000 Euro zu Buche.

Was für die Adolphsdorfer Straße gilt, trifft auch auf zahlreiche andere Straßen und Straßenabschnitte im Landkreis zu. Wobei der Osten mit seinem moorigen Untergrund insgesamt stärker von Frostschäden betroffen war, wie der Leiter der Straßenbauabteilung, Thomas Mehrtens, berichtete.

Mittel aus der Verkehrsüberwachung

Saniert wurden im Verlauf des Sonderprogramms in der hiesigen Region auch die Meinershauser Straße, dazu Straßen in Weinkaufsmoor, Moorende, Worpswede und Schlußdorf. Außerdem waren die Kolonnen in Werschenrege, Vollersode, Friedensheim, Oldendorf, Steden, Hellingst, Hambergen und Bornreihe im Einsatz.

Die jetzt erledigten Arbeiten kosten alles in allem rund 1, 04 Millionen Euro und wurden im vergangenen Juni vom Kreistag als Sonderprogramm zur Beseitigung der schlimmsten Winterschäden beschlossen. Davon unberührt blieben die 'normalen' Reparatur- und Sanierungsarbeiten, für die rund 900000 Euro im Haushalt bereit standen.

Das Sonderprogramm Winterschäden wurde unter anderem aus Überschüssen der kommunalen Verkehrsüberwachung in Höhe von rund 100000 Euro gespeist. Außerdem flossen nicht näher bezifferte Mehreinnahmen und Einsparungen an anderen Stellen des Haushalts ein. Landrat Jörg Mielke bewertete die Sanierung als wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf den Straßen und wies auf - wenn auch bescheidene - konjunkturelle Impulse für die heimische Wirtschaft hin.

Die jetzt abgeschlossenen Sanierungen summieren sich auf etwa 6,5 Straßenkilometer. Dennoch bleibt das abgearbeitete Volumen im Landkreisvergleich immer noch überschaubar - denn Osterholz ist für ein insgesamt 200 Kilometer langes Netz von Kreisstraßen zuständig. Deshalb bilanzierte Jörg Mielke den geleisteten Beitrag gestern zwar erleichtert, behielt aber auch den grundsätzlichen Sanierungsbedarf im Blick.

Die Verwaltungsspitze bezifferte den aktuellen Sanierungsstau auf etwa sieben Millionen Euro.

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