Neue Warnstufe ab 1. Dezember 2Gplus wird zur Regel

Die Zahlen haben sich nicht gebessert, daher gelten in weiten Teilen Niedersachsens ab Mittwoch schärfere Regeln. Auch die Landkreise Osterholz und Rotenburg sind betroffen. Dort wird 2Gplus zur Regel.
29.11.2021, 18:00
Lesedauer: 3 Min
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2Gplus wird zur Regel
Von André Fesser

Landkreise Osterholz und Rotenburg. Die negative Entwicklung der Corona-Lage in den Landkreisen Osterholz und Rotenburg hat Folgen. Ab Mittwoch, 1. Dezember, gilt in den beiden Landkreisen wie in vielen anderen niedersächsischen Regionen die sogenannte Warnstufe 2. Damit wird das öffentliche Leben stärker eingeschränkt als bisher.

Nach Angaben einer Rotenburger Kreishaus-Sprecherin führen zwei Entwicklungen zu der Verschärfung. So haben sowohl der Leitindikator „Hospitalisierung“, der die Zahl der coronabedingten Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ausweist, als auch der Indikator „Neuinfizierte“, den man als Inzidenzwert kennt, am Montag an fünf Werktagen in Folge den Wertebereich der Warnstufe 2 erreicht. Daher hat der Landkreis auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes und der niedersächsischen Corona-Verordnung zum Wochenstart eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, die ab dem 1. Dezember greift. Im Nachbarkreis Osterholz ist es genauso. Damit gelten nach Darstellung der beiden Verwaltungen ab Mittwoch folgende Regelungen:


Zusammenkünfte:
Sofern in geschlossenen Räumen mehr als 15 Personen zusammenkommen, dürfen sich auch im privaten Bereich nur noch Personen treffen, die geimpft oder genesen sind und zusätzlich über einen negativen Testnachweis verfügen. Dies wird auch als 2Gplus-Regelung bezeichnet. In geschlossenen Räumen gilt die Maskenpflicht, soweit man sich nicht an einem Sitzplatz aufhält. Der erforderliche Testnachweis kann ein PCR-Test, ein Schnelltest im Testzentrum oder auch ein Schnelltest zur Eigenanwendung unter Aufsicht mit offizieller Bescheinigung sein. Bei Zusammenkünften unter freiem Himmel gilt die 2G-Regel.


Weihnachtsmärkte:
Für Bewirtungsleistungen und Fahrgeschäfte (innen und außen gilt ebenfalls 2Gplus. Es gilt FFP2-Maskenpflicht (außer beim Essen und Trinken).


Kinder und Jugendliche:
Die generelle Testpflicht bei Anwendung der 2Gplus-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Diese Ausnahmen sind bis zum 31. Dezember 2021 befristet.  Eine PCR-Testpflicht besteht aber bereits jetzt schon in Clubs, Diskotheken, Shisha-Bars etc. für Jugendliche auch unter 18 Jahren.


Körpernahe Dienstleistungen:
Für körpernahe Dienstleistungen, wie Friseurbetrieb, Kosmetik, Wellness-Massage, Tattoo sowie Prostitution ist die 2Gplus-Regel verbindlich, also nur noch Personen, die geimpft oder genesen sind und zusätzlich über einen negativen Testnachweis verfügen, können diese in Anspruch nehmen. Hinzu kommt in geschlossenen Räumen die Maskenpflicht. Sofern die körpernahen Dienstleistungen unter freiem Himmel erbracht werden, gilt die 2G-Regel. Eine Ausnahme besteht für medizinisch notwendige Dienstleistungen.


Gastronomie:
Bei der Warnstufe 2 ist die 2Gplus-Regel für die Innengastronomie verbindlich, Zutritt haben demnach nur noch Personen, die geimpft oder genesen sind und zusätzlich über einen negativen Testnachweis verfügen. Auch hier ist eine FFP2-Maske Pflicht, soweit man sich nicht an einem Sitzplatz aufhält. Für die Außengastronomie gilt die 2G-Regel, die Betreiber können den Zugang aber auch auf 2Gplus beschränken.


Beherbergungen:
Bei der Warnstufe 2 ist zusätzlich die 2Gplus-Regel verbindlich, also Beherbergung nur noch für Personen, die geimpft oder genesen sind und zusätzlich über einen negativen Testnachweis verfügen. In den Innenräumen ist dann eine Maske zu tragen. Dieser Test ist bei Anreise sowie zweimal pro Woche vorzulegen. Diese Testpflicht gilt bis zum 31. Dezember nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.


Sport: Wer drinnen Sport macht, muss einen 2Gplus-Nachweis vorweisen. Außerhalb des Sporttreibens muss eine FFP2-Maske getragen werden. Für Outdoor-Sport gilt 2G.

Info

Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung, die Fragen zur Corona-Verordnung beantwortet, erreichen die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 0511 120 6000 montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr.

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