Landkreis Osterholz Landwirt weist Vorwürfe vorsätzlicher Rehkitz-Tötung zurück

Mehrere tote Rehe erhitzen in diesen Tagen die Gemüter. Landwirten aus der Region wird vorgeworfen, den Tod der Tiere bewusst hingenommen zu haben. Die weisen die Vorwürfe zurück.
25.05.2018, 18:01
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Von Petra Scheller

Die vermeintlich mutwillige Tötung von Rehkitzen schlägt in der Region hohe Wellen. An Pfingsten wollen Spaziergänger auf einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen Vollersode und Ostersode beobachtet haben, wie ein Treckerfahrer mit einem länglichen Gegenstand zwei Rehkitze erschlagen und sie anschließend am Rand einer Wiese abgelegt hat. Aus Grasberg berichtet eine junge Frau über einen Vorfall, bei dem ein Landwirt nach ihrer Beobachtung zwei Rehe überfahren und die Tiere schließlich auf dem Nachbargrundstück entsorgt habe.

Die Zeugen aus Vollersode erstatteten Anzeige. Der betreffende Landwirt nahm am Freitag zu den Vorwürfen Stellung, wonach er die „Kitze aus Bequemlichkeit erschlagen“ haben soll. Der Landwirt weist dies entschieden zurück, teilte der Osterholzer Landvolkverband mit. Richtig sei, dass ein Aushilfstreckerfahrer die beiden Tiere bei der Arbeit mit dem Mähwerk versehentlich schwer verletzt und sie anschließend von ihren Schmerzen erlöst habe, heißt es in einer Mitteilung. Deshalb habe er sie mit einem gezielten Schlag getötet. Anschließend habe der Fahrer die Tiere am Rand der Wiese abgelegt.

Der Landwirt selbst habe die Flächen am Abend zuvor noch einmal nach Kitzen abgesucht. Dass es trotzdem zum Tod der beiden Tiere gekommen sei, täte ihm sehr leid. In dem Fall aus Grasberg liegt nach Auskunft eines Polizeisprechers bislang keine Anzeige vor.

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