St. Willehadi-Kirche lädt zu besonderer Veranstaltung ein Luthernacht statt Haloween

Von Peter Otto
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Von Peter Otto

Osterholz-Scharmbeck. Der Reformationstag gehört in der evangelischen Kirche zu den wichtigen Gedenktagen. Denn am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. Im Gedenken an dieses Datum wird es in der St. Willehadi-Kirche am Sonnabend eine neue Veranstaltungsform geben - die 'Reformationsnacht'.

Die Gesamtleitung der 'Reformationsnacht' in Osterholz-Scharmbeck hat Caroline Schneider-Kuhn übernommen. Gegen 17.30 Uhr werden die Scharmbecker Stadtpfeifer vor der St. Willehadi-Kirche die Abendveranstaltung eröffnen. Um 18 Uhr wird dann die IGS ein Musical über Martin Luther mit dem Titel 'Der falsche Ritter' im Kircheninnern aufführen. An der Aufführung beteiligt sind der Jugendchor St. Willehadi sowie Instrumentalisten und die evangelische Jugend. Der Kurs 'Darstellendes Spiel' der IGS hat sich unter der Leitung von Beate Elsken Gedanken über den Luthertext gemacht: 'Woran du nun dein Herz hängst, und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.' Diese Gedanken will die Gruppe dramatisieren.

In der Pause wird dann ein mittelalterlicher Imbiss angeboten mit Lutherbrötchen, Lutherwein und Traubensaft. Um 21 Uhr wird der Luther-Film gezeigt. Meditative Musik soll dann nach 23 Uhr bei Kerzenschein erklingen, und der Scharmbecker Kammerchor singt die 'Missa da pacem' von Josqin Deprez. Mit Luthers Abendsegen wird die Veranstaltung ausklingen und hinübergleiten in den Reformationstag.

Luther hat im Laufe seines Lebens das kirchliche Leben umgestaltet. Dazu gehörte auch die Kirchenmusik. 'Musik ist die beste Erquickung für den betrübten Menschen, auch wenn sie nur auf irgendeine Weise ertönt', sagte er in einer seiner bekannten Tischreden. 'Dadurch wird das Herz wieder zufrieden, erquickt und erfrischt.' Sie sei eine Gabe und Geschenk Gottes. So hat die Kirchenmusik von jeher das kulturelle Leben der Christenheit bestimmt, vom gregorianischen Choral über die barocken Kantaten bis hin zu den Spirituals und dem Sacro-Pop. Sie führe die auseinanderstrebenden sozialen Gruppen und Generationen zusammen, erklärt die Kirchenkreis-Kantorin Caroline Schneider-Kuhn. Kirchenmusik sei aber nicht nur ein 'Teil des Kulturlebens', sondern gehöre auch zur kirchlichen Verkündigung. Darum haben die 'beiden großen Kirchen und der Deutsche Musikrat gemeinsam' eine bundesweite Aktion angestoßen.

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