Vorlesefieber: Kindergarten Heine mit interaktivem Programm Märchenstunde im Wald

Heine. „Märchenfrau, erzähl uns was. Erzähl uns eine Geschichte“, tönt es aus dem Heiner Wald.
12.09.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von MILENA SCHWOGE

„Märchenfrau, erzähl uns was. Erzähl uns eine Geschichte“, tönt es aus dem Heiner Wald. Gespannt sitzen sie auf den mit moosbedeckten Baumstämmen, hüpfen freudig durch das Laub, blicken neugierig durch den Wald und warten darauf, dass endlich das Buch aufgeklappt wird.

Dass das Vorlesefieber der Gemeinde Hagen nicht nur für Literaturkenner etwas ist, sondern auch die Kleinen begeistert, zeigte sich im Waldkindergarten „Fuchs und Hase“ in Heine. Wer die Einrichtung an diesem Tag besuchte, der wurde mitgenommen auf eine Reise in die Märchenwelt. Großeltern und Eltern der Kinder hatten sich hier versammelt, um den Kleinen Märchen vorzulesen.

Entlang des sogenannten “ Märchenpfads“ wurden Groß und Klein zu verschiedenen Stationen geführt und stießen auf ihrer Reise auf verschiedene Schätze wie bemalte Baumscheiben oder gebastelte Gnome, die dem Wald eine märchenhafte Atmosphäre verleihen sollten.

Los ging es mit der Geschichte der Bremer Stadtmusikanten von den Brüdern Grimm. „Wisst ihr denn auch, wer die Stadtmusikanten sind?, fragte Lione Stienecke in die aufgeweckte Runde. Sie hatte sich freiwillig zum Vorlesen gemeldet. Ein Junge schien mit der Geschichte schon sehr vertraut zu sein und ließ es sich nicht nehmen, sein Wissen mit den anderen Zuhörern zu teilen. „Ja klar, die spielen Musik in der Stadt. Und später kommen noch die Räuber“, berichtete er aufgeregt.

„Die Kinder haben sich die Aktionen selber überlegt und gestaltet. Die meisten Sachen dafür haben sie im Wald gefunden“, sagte Kindergartenleiterin Helga Stienecke. Elke Asmus las den Kindern Hans Andreus‘ Geschichte von der winzig kleinen Spinne vor. Passend dazu hatten die Kinder den Wald mit Spinnennetzen geschmückt. „Wir haben die Spinnen mit Papier, Walnüssen, Fäden und Wolle gebastelt. Jeder hat seine eigene“, sagte der vierjährige Jari Pourian und fügte stolz hinzu, dass er Spinnen gar nicht ekelig fände.

Hildegard Böhler hatte für die Vorlesung eigens die Geschichte „Eine Mutter mit sieben Kindern“ geschrieben, die den Kindern Verantwortungsbewusstsein und Solidarität vermittelte. Ihr Enkel, Jan Böhler, war sehr stolz auf seine Oma. „Mir hat die Geschichte von ihr am besten gefallen“, sagte er mit einem großen Lächeln.

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