Landkreis und Biologische Station Mehrwert für Naturschutz

Die Osterholzer Kreisverwaltung und die Biologischen Station (Bios) schlossen jetzt eine neue Kooperationsvereinbarung, die zunächst auf vier Jahre bis Ende 2021 angelegt ist.
01.01.2018, 16:42
Lesedauer: 2 Min
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Mehrwert für Naturschutz
Von Bernhard Komesker

Landkreis Osterholz. Die Osterholzer Kreisverwaltung intensiviert ihre seit 30 Jahren bestehende Zusammenarbeit mit den Naturschutzfachleuten der Biologischen Station Osterholz (Bios). Der Trägerverein, in dem mehrere Umweltverbände organisiert sind, schloss jetzt eine neue Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis, die zunächst auf vier Jahre bis Ende 2021 angelegt ist. Der Vertrag versetzt die Bios in die Lage, vier Teilzeitkräfte für die Pflege und Entwicklung der Naturschutzgebiete zu beschäftigen – die 100-prozentige Förderung durch das Land Niedersachsen macht es möglich.

Nach Angaben aus dem Kreishaus handelt es sich um eine Vor-Ort-Betreuung, die den Mitarbeitern des Planungs- und Naturschutzamtes in dieser Intensität nicht möglich ist. Der Bios-Vertreter Hans-Gerhard Kulp und Amtsleiter Johannes Kleine-Büning erklärten in einer Pressemitteilung, das Abkommen werde „einen echten Mehrwert für den Naturschutz im Kreisgebiet“ bringen. Anfang 2018 werde der Landkreis Osterholz einen Arbeitsplan für die Schutzgebietsbetreuung erstellt haben, der dann dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz zur Zustimmung vorgelegt werden soll.

Die gemeinsame Schutzgebietsbetreuung hat den Landschaftsrahmenplan des Landkreises, die Naturschutzprogramme des Landes Niedersachsen und auch die übergeordneten Vorgaben für Natura-2000-Gebiete zu berücksichtigen. Die Behörden- und Bios-Mitarbeiter nehmen nämlich neben den Naturschutzgebieten auch die darüber hinaus gehenden Natura-2000-Gebiete in den Blick. Zum Pensum gehören „kleinräumige Biotop- und Artenschutzmaßnahmen“ ebenso wie Bestandsaufnahmen von bestimmten Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen. Die Bios-Gutachter sollen Landwirten oder Jägern bei der Umsetzung der Naturschutz-Vorgaben helfen und ein prüfendes Auge auf laufende Renaturierungen haben, aber auch eigene Verbesserungsvorschläge entwickeln.

Zuständig bleibt jedoch bei alledem der Landkreis Osterholz. Das gilt auch und besonders für das ökologische Flächenmanagement im sogenannten GR-Gebiet Hammeniederung. Mit zehn zu eins Ja-Stimmen hatte der Umweltausschuss des Kreistags den Abschluss einer Vereinbarung mit der Bios empfohlen. Sie tritt nahtlos an die Stelle des am 31. Dezember ausgelaufenen Vertrags. Der Ausschuss soll künftig regelmäßig über den Stand der Arbeiten informiert werden. Weitere Infos zur Bios unter: www.biologische-station-osterholz.de.

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