Schulen in Lilienthal werden erweitert Mensa und neue Klassenräume für Trupermoor und Worphausen

Für die Grundschule Trupermoor ist es schon fast der Normalzustand: Immer wieder wurde im Laufe der Jahrzehnte angebaut. Die nächste Erweiterung ist in diesem Jahr geplant.
05.01.2016, 00:00
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Von Johannes Kessels

Für die Grundschule Trupermoor ist es schon fast der Normalzustand: Immer wieder wurde im Laufe der Jahrzehnte angebaut. Die nächste Erweiterung ist in diesem Jahr geplant.

Auch die Grundschule von Worphausen wird ausgebaut – zum ersten Mal seit ihrer Errichtung im Jahr 1962. Der Grund für die Anbauten in den beiden Einrichtungen ist die Schließung der kleinen Dorfschulen in Seebergen und Frankenburg, deren Kinder in die größeren Grundschulen Trupermoor und Worphausen wechseln.

1930 erhielt die 1851 gegründete Volksschule von Trupermoor ein neues Gebäude, nach verschiedenen Überlieferungen entweder rechts neben dem Standort des Altbaus oder davor. 1953 wurde rechts ein zweiter Klassenraum angebaut – die Einwohnerzahl von Trupermoor und Klostermoor war nach dem Krieg, besonders durch die Flüchtlinge aus dem Osten, stark angestiegen. Es blieb nicht bei diesem Anbau: Schon 1960 wurde im rechten Winkel nach hinten ein dritter Klassenraum angesetzt und an diesen im Jahr 1966 noch ein vierter.

1973 trugen Bagger die Trupermoorer Düne ab. Dort wurde ein vollständiger neuer Trakt gebaut. Zwar hatte sich die Volksschule bis 1970 zu einer reinen Grundschule entwickelt, doch 1975 sollte sie auch die Kinder der schließenden Heidberger Schule aufnehmen.

Erfolgreiche Elternproteste

Ab 1977 wurde sogar eine Zeit lang die Seeberger Grundschule als Außenstelle von Trupermoor geführt. Die Schule von Seebergen sollte nach dem Willen der Gemeinde 1980 geschlossen werden, was protestierende Eltern verhinderten. Jetzt, 36 Jahre später, half kein Elternprotest: Die Schließung zum Schuljahresende im Sommer ist beschlossene Sache, und in der Trupermoorer Schule rücken wieder mal die Bauarbeiter an.

Die Klassenräume reichten allerdings auch für die Kinder aus Seebergen aus, erklärt Frank Stelljes, Leiter des Gebäudemanagements in der Gemeindeverwaltung. Aber die Schule braucht eine Mensa, weil sie zum nächsten Schuljahr zur Ganztagsschule wird. Die Mensa soll, so Frank Stelljes, unter den „fliegenden Vorbau“ an der Rückseite gesetzt werden, in dem die Dorfgemeinschaft Klostermoor ihre Räume hat. 57 Sitzplätze soll die Mensa bieten. Der Anbau von 1973 erhält einen Fahrstuhl, außerdem werden die Toiletten saniert und ein Behinderten-WC eingebaut.

Der Bauantrag laufe, sagt Frank Stelljes, zum ersten Schultag des Schuljahres 2016/17 soll alles fertig sein. Baubeginn ist im März. „Natürlich führt das zu Beeinträchtigungen im Betriebsablauf“, so Stelljes, aber laute Arbeiten sollen möglichst in den Ferien oder nachmittags erledigt werden. Im Haushalt sind für die Baumaßnahmen 825 000 Euro eingeplant. „Damit kommen wir hin“, ist sich Stelljes sicher.

Die Worphauser Schule wurde 1962 als Mittelpunktschule gegründet, damals eine große Mode in Niedersachsen, die sich aber als kurzlebig erwies. Mittelpunktschulen bestanden aus einer Grundschule sowie einer Haupt- und Realschule. Weil die Worphauser Schule seit 1969 auch die Kinder aus Sankt Jürgen ab Klasse 5 aufnahm, wurde der Raummangel immer drückender, aber dem Antrag des Gemeinderats auf einen Anbau wurde nicht stattgegeben. Deshalb wurde die Schule von 1970 bis 1974 Schritt für Schritt in eine reine Grundschule umgewandelt, für die das Gebäude nun zeitweise sogar zu groß war.

Davon kann nun nicht mehr die Rede sein: Im nächsten Jahr wechseln die Kinder der aufgegebenen Schule von Sankt Jürgen nach Worphausen. An den linken Flügel wird hinten ein Klassenraum angebaut, außerdem wird die Bibliothek in einen Klassenraum umgewandelt. Eine neue Bibliothek wird im Halbsouterrain neben der Mensa entstehen. Kosten wird das alles 677 000 Euro. Auch in Worphausen ist im März Baubeginn, und bis zum ersten Schultag im August will man fertig sein.

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