Insolvente Lilienthaler Klinik auf Gesungskurs

Millionen-Investition im Martins-Krankenhaus

Lilienthal. Im November 2008 meldete das Martins-Krankenhaus Insolvenz an. Die Bremer Residenz-Gruppe übernahm die Einrichtung. Das Ziel, die Klinik zu erhalten, ist offensichtlich mehr als erfüllt: Vier bis fünf Millionen Euro sollen nun investiert werden.
11.06.2010, 16:49
Lesedauer: 1 Min
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Millionen-Investition im Martins-Krankenhaus
Von Peter Hanuschke
Millionen-Investition im Martins-Krankenhaus

Bekommt für vier bis bis fünf Millionen Euro einen Anbau: Das Lilienthaler Martins-Krankenhaus.

Klaus-Dieter Pfaff

Lilienthal. IIm November 2008 meldete das Lilienthaler Martins-Krankenhaus Insolvenz an. Die Bremer Residenz-Gruppe bekam den Zuschlag und übernahm im April 2009 die finanziell angeschlagene Einrichtung. Das Ziel, das Krankenhaus zu erhalten, ist offensichtlich mehr als erfüllt: Vier bis fünf Millionen Euro sollen in den nächsten Monaten jetzt sogar in einen Anbau für Herz-Kreislauf-Patienten investiert werden.

Die Residenz-Gruppe rechnet mit bis zu 15 zusätzlichen Betten. Rolf Specht, Geschäftsführender Gesellschafter der Residenz-Gruppe und jüngst zum Bremer Unternehmer des Jahres ausgezeichnet, sagt zu diesem Vorhaben, „dass wir sehr froh sind, dass der Trägerwechsel geglückt ist. Wir haben das Krankenhaus nicht nur stabilisiert, sondern schaffen weitere medizinische Spezialisierungen im Bereich HerzKreislauf, um den Standort zukunftsfähig zu machen und Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.“

Dass sich die Residenz Klinik gerade in diesem Bereich erweitert, kommt wohl nicht von ungefähr und mag Insider nicht überraschen. Geschäftsführer des Lilienthaler Krankenhauses ist Peter Stremmel. Stremmel war bis 2008 fast 20 Jahre lang im Klinikum Links der Weser (LdW) tätig, davon die letzten zwölf Jahre als Kaufmännischer Geschäftsführer.

Ein Alleinstellungsmerkmal des LdW ist bekanntlich der Bereich Kardiologie. 2008 wurde der Vertrag von Stremmel, der im Klinikum bei den Beschäftigten hoch angesehen war, nicht mehr verlängert. Es ist kein Geheimnis, dass es zwischen Stremmel und dem damals aus Berlin angeheuerten neuen Chef der kommunalen Klinik-Dachgesellschaft, Diethelm Hansen, mehr als nur Disharmonien gab. Das LdW gehörte und gehört zu den vier ehemals kommunalen Kliniken in Bremen, die unter dem Dach der Holding „Gesundheit Nord“ firmieren. Chef der Holding ist nach wie vor Diethelm Hansen.

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