Dritt- und Viertklässler der Grundschule Ströhe überzeugen Jury bei Lesewettbewerb Mit Plattdeutsch zum Sieg

Hambergen. "’Ach, du hes dat goot’, sech ek to mien Katt, du hes Minschen funnen, de di leev hebbt", so begann die plattdeutsche Geschichte von Jannes Meyer aus Hambergen. Der Drittklässler hat sich mit seinem Beitrag den ersten Platz in seinem Jahrgang beim Plattdeutschen Lesewettbewerb in der Grundschule Ströhe gesichert. Pia Wendelken aus Hambergen erreichte den zweiten Platz und Tim Bormann (Lübberstedt) kam auf Platz drei der Drittklässler. Im vierten Jahrgang überzeugten Nina Trenkner (erster Platz), Torben Ahlers (Zweiter) sowie Wyona Lentz (Dritte).
19.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Monika Fricke

Hambergen. "’Ach, du hes dat goot’, sech ek to mien Katt, du hes Minschen funnen, de di leev hebbt", so begann die plattdeutsche Geschichte von Jannes Meyer aus Hambergen. Der Drittklässler hat sich mit seinem Beitrag den ersten Platz in seinem Jahrgang beim Plattdeutschen Lesewettbewerb in der Grundschule Ströhe gesichert. Pia Wendelken aus Hambergen erreichte den zweiten Platz und Tim Bormann (Lübberstedt) kam auf Platz drei der Drittklässler. Im vierten Jahrgang überzeugten Nina Trenkner (erster Platz), Torben Ahlers (Zweiter) sowie Wyona Lentz (Dritte).

Die Jury – bestehend aus Werner Prigge (Heimatverein Ströhe), Harry Flathmann (MGV Ströhe-Spreddig), Renate Bunk (Frauenchor) und Melitta Hohnholt (Laienspiel Bornreihe) – hatte es nicht leicht. Sie mussten die Lesebeiträge nach Kriterien wie fließendes Lesen und Aussprache bewerten. Darauf hatten sich die Mädchen und Jungen seit Januar dieses Jahres vorbereitet, hatten einmal wöchentlich am Plattdeutsch-Unterricht teilgenommen. Die Anforderungen an die Viertklässler waren etwas höher. Sie lasen die Geschichte "Dat reine Taschendook" von Anna Birreck mit hochdeutschen und plattdeutschen Zeilen vermischt.

Bärbel Schnibben, pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule, bearbeitete die Texte für die Kinder so, dass sie sie leichter lesen konnten. Mit der Lehrerin Katrin Scheller leitete sie die Plattdeutsch-AG der dritten und vierten Klassen. Insgesamt 19 Mädchen und Jungen interessierten sich für die niederdeutsche Sprache. Nur wenige der Kinder kannten Plattdeutsch durch ihre Eltern oder Großeltern, Nachbarn oder Freunde. Schnibben: "Sie lernten ihre Texte wie eine Fremdsprache."

Die Geschichten für den Unterricht stammten vom Landschaftsverband in Stade, der auch die Pflege der Niederdeutschen Sprache zusammen mit der Kreissparkasse Osterholz in der Region fördert. Die feierliche Übergabe der Urkunden erfolgte in der Aula der Grundschule Ströhe vor zahlreichen Schülerinnen und Schülern und dem Lehrerkollegium. Unter lautem Jubeln ihrer Mitschüler nahmen die Mädchen und Jungen der Plattdeutsch-AG die Urkunden des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden sowie die Büchergutscheine entgegen, die sie gewonnen hatten. "Sieger seid ihr alle", gratulierte Bärbel Schnibben.

Doch nicht nur die Gewinner des Lesewettbewerbs, jeder Teilnehmer der AG erhielt eine Urkunde und ein kleines Geschenk von der Schule. "Das große Interesse am Plattdeutschunterricht hat uns überrascht", bemerkte Katrin Scheller. Schnibben und Scheller wollen daher in den Wintermonaten erneut eine Plattdeutsch-AG anbieten. In den Sommermonaten gibt es dort eine Garten-Arbeitsgemeinschaft.

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