Ausschuss befasst sich mit Verlust-Ausgleich der Abfallwirtschaft Müllgebühren bleiben tabu

Landkreis Osterholz. Auf 2,93 Millionen Euro haben sich die Verluste summiert, die die Kreisabfallwirtschaft zwischen 2004 und 2009 geschrieben hat. Die Müllgebühren im nächsten oder im übernächsten Jahr anzuheben, um damit das im normalen Kreishaushalt aufgefangene dicke Minus auszugleichen, kommt für die Kreistagspolitiker im Ausschuss für Abfallwirtschaft nicht in Frage. Stattdessen wollen sie die Gewinne des Landkreises aus der Beteiligung an der Abfall-Service Osterholz GmbH verwenden, um die Verluste peu a peu bis 2015 auf Null herunterzubringen.
06.11.2010, 05:00
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Von Lutz Rode

Landkreis Osterholz. Auf 2,93 Millionen Euro haben sich die Verluste summiert, die die Kreisabfallwirtschaft zwischen 2004 und 2009 geschrieben hat. Die Müllgebühren im nächsten oder im übernächsten Jahr anzuheben, um damit das im normalen Kreishaushalt aufgefangene dicke Minus auszugleichen, kommt für die Kreistagspolitiker im Ausschuss für Abfallwirtschaft nicht in Frage. Stattdessen wollen sie die Gewinne des Landkreises aus der Beteiligung an der Abfall-Service Osterholz GmbH verwenden, um die Verluste peu a peu bis 2015 auf Null herunterzubringen.

Die Kreisverwaltung hatte den Politikern in drei Szenarien vorgerechnet, wie man das Problem der Verluste in den Griff bekommen könnte. Kalkuliert wurde mit einer Erhöhung der Müllgebühren um 6,25 Prozent zum 1. Januar 2011 oder um 12,5 Prozent zum 1. Januar 2012.

Alternativ dazu wurde die Möglichkeit aufgezeigt, die vorgetragenen Verluste weitgehend mit Beteiligungsgewinnen an der Abfall-Service Osterholz GmbH auszugleichen. Nach Angaben der Kreisverwaltung sind von der A.S.O, die zu 51 Prozent dem Landkreis Osterholz gehört, pro Jahr Gewinnausschüttungen von etwa 180 000 Euro zu erwarten, die vor allem durch die Entsorgung von gewerblichen Abfällen und anderen privaten Dienstleistungen erzielt werden.

Wie berichtet, wird die Kreisabfallwirtschaft durch die Umstellung des Müllsammelsystems in diesem Jahr in die Gewinnzone kommen. Erwartet wird ein Überschuss in Höhe von 200 000 Euro. Für die Jahre 2011 und 2012 wird laut Wirtschaftsplan ein Überschuss von jeweils 390000 Euro prognostiziert.

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